Auch wieder ein Spiel ohne Höhepunkte. Wechselseitig wurde unzählige Male der Vorteil wieder hergegeben. W-Chess ist sehr schlecht aus der Eröffnung gekommen und der D+ führte praktisch schon 1-0. Zumindest hat er es nicht gemacht wie die deutsche Mannschaft gegen Japan und hat lediglich das 1-1 kassiert
1. e4 d5 2. exd5 Nf6 3. d4 Nxd5 4. c4 Nb6 5. Nf3 Bg4 6. c5 Bxf3 7. Qxf3 Nd5 8. Qb3 b6 9. Bg5 {Nach diesem zweitstärksten Zug ist W-Chess aus dem Buch. Besser wäre wohl Sc3. W-Chess sieht sich zu Recht mit -0,84 hinten. Die Eröffnungswahl kann man ruhigen Gewissens als misslungen bezeichnen. Mal sehen, ob der D+ seine Chance nutzen und hieraus Kapital schlagen kann. Im Prinzip muss der D+ jetzt gewinnen, wenn er weiter kommen will. Ein Remis wird ihm nicht reichen, denn mit Schwarz gegen W-Chess wird es schwer} h6 {auch der D+ verlässt nach diesem notwendigen Zug sein Buch und sieh sich mit 0,57 vorn} 10. Bc4 {das allerdings ist hier nicht der stärkste Zug. Der andere Läufer hätte nach h4 zurückgezogen werden müssen. hxg5 verbietet sich hier natürlich, da nach Lxd5 f7 oder a8 fällt. Allerdings ist Schwarz nun nach dem offensichtlichen c6 konsolidiert. der D+ hat leider nichts aus seinem Vorteil gemacht und es steht zu befürchten, dass er im Verlauf der Partie von W-Chess ausgerechnet wird} c6 11. Bh4 {die Situation ist trotz allem schwierig für W-Chess. Allein b5 sichert den Ausgleich. Aber wer traut sich schon bereits in der Eröffnung einen Freibauern zuzulassen?} g5?! {Diesen Zug hatte auch der D+ vorgeschlagen. aber er ist nicht gut, da der Läufer auf g3 sowieso viel besser steht und hier richtig unangenehm auf den löchrigen Damenflügel zielt} 12. Bg3 e6 13. O-O {Weiß hat nun, im Gegensatz zu Schwarz, seine Entwicklung im Wesentlichen abgeschlossen. Die schwarze Stellung ist auf beiden Flügeln löchrig. W-Chess muss sehr genau spielen, will er nicht unter die Räder kommen. Advantage D+, ganz klar!} Be7 14. Bxd5? {Schwach. Für den Computer zwar logisch, den Zentralspringer aus dem Spiel zu nehmen, hier aber nicht stellungsgerecht. Schwarz kann nun seine Probleme lösen} cxd5 15. Bxb8? {Nachdem der d+ nun sein Läuferpaar ohne Not hergegeben hat, sind die schwarzen Löcher nunmehr ohne Wert für ihn. Im Gegenteil, Schwarz ist nun nicht mehr unterentwickelt und jetzt sogar im Vorteil.} Qxb8 16. Qb5+ Kf8 17. c6 {mutig} Qf4 18. Qd3 Rc8 19. Qc3? {Nach Dd6 ist Schwarz am Drücker} e5? {Falsch! D+ bekommt jetzt wieder Ausgleich} 20. dxe5 d4 21. Qc4 Qxe5 22. Nd2 Qc5 23. Qa6? {So ziemlich der schlechteste Zug hier, der die Remisstellung verdirbt. weiß muss jetzt aufpassen} Qxc6 24. Nb3 Qd7 25. Nxd4 {Jeder sieht sich hier mit 0,5 vorne. Objektiv dürfte es Ausgleich sein} Kg7 26. Nb5?! {Das ist nicht so gut. Besser wäre das von W-Chess vorgeschlagene Tad1 gewesen} Rc2 27. Rad1 {der einzig sinnvolle Zug für Ausgleich} Qg4 28. h3 Qc4? {Schwarz verliert den Bauern auf a7 und muss genau spielen um ihn zu kompensieren. Der Textzug ist bereits eine folgenschwere Ungenauigkeit. Dc8 wäre angezeigt gewesen} 29. b3 Qf4 30. Nd4! {der D+ wollte eigentlich Td4 spielen, was nach Df6 den Vorteil komplett aus der Hand gegeben hätte. Im letzten Moment entscheidet er sich für das sehr viel stärkere Sd4} Rc7 31. g3 Qf6 32. Nb5 Rc2 33. Nd4 Rc7 34. Nb5 {der D+ strebt das Remis an} Rc2 35. Nd4 Rc7 {Stellungswiederholung} 1/2-1/2
Beide müssen also in die Verlängerung. W-Chess kommt zwar nominell regelmäßig 5-6 Halbzüge tiefer als der D+, einen Unterschied in der Spielqualität konnte ich aber nicht ausmachen. Beide sind keine Überflieger. W-Chess also nun mit Weiß.
Die Revanche wurde zur Hinrichtung. Der D+ blieb 26 Halbzüge im Buch und konnte 2 Züge später durch einen Fehler quasi bereits aufgeben, Matt in 29 Zügen!
1. c4 e6 2. d4 d5 3. Nc3 Nf6 4. Bg5 Be7 5. e3 h6 6. Bh4 O-O 7. Rc1 b6 8. cxd5 Nxd5 {W-Chess muss erneut als erster rechnen. Wieder zeigt sich das Buch des D+ überlegen, diesmal erreicht er mit Schwarz Ausgleich, auch wenn W-Chess hier von +1 für sich selbst ausgeht. Er versteht halt wenig vom Schach ;-)} 9. Bxe7 {und auch der D+ ist nun raus} Qxe7 10. Nf3 {W-Chess ist zurück im Buch!} Bb7 11. Bd3 Rc8 {unglaublich, aber auch der D+ ist wieder zurück im Buch!} 12. O-O c5 13. Qe2 {und jetzt ist der D+ endgültig aus seiner Bibliothek. Aber das Ergebnis der Eröffnung kann sich wieder mal sehen lassen. eine schwarze Null, was will man mehr als Nachziehender} Nb4 {W-Chess hatte hier noch Sd7 im Programm und muss jetzt auch wieder rechnen. Der vom D+ gespielte Zug ist aber der etwas Stärkere} 14. Bb1 cxd4 15. Nxd4 e5?? {nach diesem Zug kann Schwarz objektiv schon aufgeben. W-Chess geht auch gleich auf +1,5..Das wird er sich vermutlich nicht mehr nehmen lassen} 16. Nf5 Qg5 17. f4 {W-Chess nun schon bei +3, Stockfish bei +10} Qf6 18. fxe5 Qxe5 19. Qg4 Nd5? {es ist zwar eh schon vorbei, aber so wirds gleich matt in 13} 20. Nxh6+ Kf8 {W-Chess ist bei +13, D+ bei -8. Das Matt in jetzt 12 sehen beide noch nicht} 21. Qg6 Ke8? {D+ verkürzt mit diesem Zug das Matt in 11 auf matt in 8} 22. Qxf7+ Kd8 23. Qf8+ {und W-Chess sieht das Matt} Kd7 24. Bf5+ Qxf5 25. Qxf5+ Kd6 26. Nb5+ Ke7 27. Qf7+ Kd8 28. Qe6 Rxc1 29. Nf7# 1-0
Die taktische Schwäche des Kaplan-Programmes ist regelrecht beängstigend. Trotz super-schneller Hardware kommt es kaum auf Tiefe und übersieht Klamotten, in die andere Programme auf einem normalen 6502 nicht im Ansatz hereintapsen. Sehr sehr enttäuschend, was der D+ hier in jeder seiner drei Partien gezeigt hat. Kaplan ist zu Recht der Zweite, der aus dem Turnier ausgeschieden ist.
Das Duell der PC-Looser. Nach einer aufregenden Eröffnung verlor Socrates schnell den Faden und ging letztlich verdient unter. Wieder hat sich gezeigt, dass eine eigentlich unkorrekte Eröffnung mit praktischen Chancen auf diesem Niveau meist eine gute Wahl ist, wenn es nur genug Fallstricke gibt, in denen sich der Gegner verheddern kann.
1. d4 Nf6 {-0.31/23 3} 2. c4 e6 3. Nc3 d5 4. Bg5 c5 5. cxd5 cxd4 6. Qxd4 Be7 7. e4 Nc6 8. Qd2 Nxd5 9. exd5 Bxg5 10. f4 Bh4+ 11. g3 exd5 12. gxh4 Qxh4+ 13. Qf2 Qe7+ 14. Qe2 Be6 {Dies ist der letzte Zug, den Quest im Buch hatte. Die Eröffnung ist ihm nicht gelungen. Der gegnerische König steht zwar luftig, er hat aber einen Springer für zwei Bauern mehr. Quest sieht sich zu Recht fast einen Bauern hinten und wird es schwer haben, hier Kompensation nachzuweisen} 15. Nf3 d4 16. Nb5 Rd8 {Wohl der stärkste Zug. Diesen hat Socrates nicht mehr in seinem Buch. Selbst sieht er sich sogar mit 0,25 hinten, er meint also, dass Quest das Material überkompensiert hat. Es ist auf jeden Fall interessant} 17. Rd1 {die Meinung von Socrates ist nach dem Textzug nicht ganz falsch. er hätte f5 ziehen müssen um im Vorteil zu bleiben. Quest sieht sich jetzt auch nur noch mit 0,3 hinten. Jedenfalls glaubt jeder er stünde ein bisschen schlechter. Tatsächlich dürften die Chancen jetzt in etwa ausgeglichen sein} a6 18. Nbxd4?? {das stellt eine Figur ein. Was für ein Fehler!} Qb4+ 19. Qd2 Nxd4 20. Qxb4 Nc2+ 21. Kf2 Nxb4 22. Rxd8+ Kxd8 {die Figur von Weiß ist futsch, was bleibt ist ein schwarzer Mehrbauer} 23. Rg1 g6 24. a3 Nd5 25. Kg3 Nf6 {unter normalen Umständen wird Socrates das nicht halten können. Aber wer weiß...} 26. Ng5 Nh5+ 27. Kf3 Bd5+ 28. Kf2 {der nächste Bauer fällt auch in Kürze, die Lichter von Socrates gehen langsam aus...} h6 {im letzten Moment findet Quest den in dieser Stellung notwendigen Zug} 29. Nh3 Be6 30. Kf3 Kc7 {Quest spielt gut. Er findet immer die richtigen Züge. Beide sehen nunmehr Schwarz mit +1,3 im Vorteil} 31. Bg2 Rd8 32. Ke3 Re8 33. Kf3 Nf6 34. Kf2 Rd8 35. Rc1+ Kb6 36. Ke3 Ng4+ 37. Ke2 Re8 38. Kf3 Nxh2+ 39. Kg3 Ng4 40. Re1 Nf6 41. Rd1 Nh5+ 42. Kf3 Kc5 43. Rd2 Bd5+ {mittlerweile sind beide bei 2,5 für Schwarz} 44. Kf2 Nf6 45. Bxd5 Nxd5 46. Rc2+ Kd6 47. Re2 Rxe2+ 48. Kxe2 Ke6 49. Kf3 f5 50. Ke2? {Socrates ist platt, das Hin- und Hergeziehe ermüdend} Kf6 51. Kd3 g5 52. fxg5+ hxg5 53. Kd4 g4 54. Nf2 Nf4 55. Nd3 Nxd3 {und aus.} 0-1
Socrates hat insgesamt in diesem Turnier spielerisch nicht überzeugt und war wohl seinerzeit zu Recht lediglich ein Programm der zweiten Reihe. Sein geistiger Vater, Don Dailey, war allerdings ein begnadeter Programmierer und wurde später mit Komodo posthum Weltmeister. Leider verstarb Don viel zu früh mit 57 Jahren an einer extrem aggressiven Form der Leukämie
Auch hier hatte ich mir einiges von Nimzo erwartet und wurde enttäuscht. Nimzo war gegen Genius völlig überfordert und spielte fast durch die Bank unterklassige Züge. So hatte ich es mir nicht vorgestellt.
1. d4 d5 2. c4 e6 3. Nc3 c6 4. Nf3 Be7 {Nanu, Nimzo ist schon aus dem Buch? Nach e4 steht er, zumindest derzeit, etwas besser} 5. e4 dxe4 6. Nxe4 Nf6 7. Nxf6+ {Nach diesem Zug verlässt auch der Genius seine Eröffnungsbibliothek. Schwarz kann mit seiner Eröffnung zufrieden sein, die Stellung ist jetzt im Ausgleich. Eine weiße null würde ich sagen} Bxf6 8. Be2 {etwas passiv, aber geht natürlich} O-O 9. O-O Na6 10. Rb1 {will Genius den Ausgleich behalten, muss er das von Nimzo erwartete c5 spielen} c5 {Genius wollte die ganze Zeit das schlechtere De7 spielen, wonach Nimzo seinerseits c5 hätte mit Vorteil spielen können. Im letzten Moment entschied sich Genius für den richtigen Textzug} 11. dxc5 Nxc5 12. Qc2 Bd7 13. Bf4 Bc6 {völliger Ausgleich} 14. Rbd1 Qa5 15. Qb1 {nicht schwach, aber der erste etwas schwächere Zug von Nimzo. Genius sieht sich gleich mit 0,6 vorne. Das ist ein bisschen überzogen} Be4 16. Qa1? {Das war jetzt allerdings ein schwacher Zug, der Genius nun in Vorteil bringt. Stattdessen hätte das geschmeidige Dc1 im Wesentlichen für Ausgleich gesorgt, denn der Bauer auf a2 ist vergiftet. Nimmt Schwarz, dann kommt er wegen Ld6 nebst De3 in arge Probleme und muss deshalb den Turm auf f8, sprich die Qualität hergeben} Rfd8 {So aber ist die Genius Bewertung von mittlerweile +1 für sich absolut gerechtfertigt} 17. Rd6? {wieder schlecht. Langsam wird es kritisch für Nimzo} Bxf3 {suboptimal. Nach Sd3 hätte Genius den Vorteil ausbauen können} 18. Bxf3 Nd3 19. Rxd3 {huch, ein unmotiviertes Qualitätsopfer von Nimzo? Das ist nicht gut. Aber vielleicht hofft er auf Gegenspiel mit dem Läuferpaar} Rxd3 20. Bxb7 Rad8 21. Be4 R3d4 22. Qb1 Rxc4 23. b3 Rxe4? {Genius entscheidet sich hier, die Qualität zurückzugeben. Das ist nicht wirklich gut} 24. Qxe4 Qxa2 {nach Le3 wird es jetzt für den Genius richtig schwer, den verbliebenen Mehrbauern zu verwerten. Die Gewinnstellung hat er mal schön verdaddelt} 25. Bc7? {das allerdings ist völlig falsch. Genius wird das Ding durch die tatkräftige Mithilfe von Nimzo sicherlich noch gewinnen} Rd5! {Richtig, der einzige Zug, der den Vorteil ausbaut} 26. Qb4 {weiterhin alles keine guten Züge von Nimzo} h6 27. Qb8+ Kh7 28. Bf4 Qe2 29. g3 Bd4 30. Qb4 g5 {Genius spielt es richtig und schnürt Nimzo immer weiter ab. Bald wird er zusammenbrechen} 31. Bc1 Qd3 32. Qa4 Rc5 33. Ba3 Rc2 34. Bc1 a5 35. Qxa5 Qe2 36. Qe1 Qxe1 37. Rxe1 Bxf2+ 38. Kf1 Bxe1 0-1
Nimzo ist zu Recht aus dem Turnier raus, er hat einfach nicht die Qualität um hier mitspielen zu können. Als ehemaliger Nimzo-Fan muss ich das Kind leider so beim Namen nennen. Der Genius hingegen kann sich durchaus noch über die Trostrunde vorkämpfen, denn es warten vorerst keine Riesen auf ihn.
Wolfgang - Marcus 6-5
Nächstes Spiel IsiChess gegen Chess System Tal - da freue ich mich drauf.
Nach der gestrigen Fußball-Pleite fällt es etwas schwer sich mit Schach zu beschäftigen...
Das Chess System Tal ist nun zu Recht ausgeschieden. Auch in dieser Partie hat es nicht das gezeigt, wofür er seinerzeit gefürchtet war. Es war keinerlei Angriffswillen zu erkennen, dafür aber schlechte bzw. antipositionelle Züge. Für isiChess, der die Partie klar dominiert hat, war das keine Prüfung.
1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Nc3 Nf6 4. d4 exd4 5. Nxd4 Bb4 6. Nxc6 bxc6 7. Bd3 d5 8. exd5 cxd5 9. O-O O-O 10. Bg5 c6 11. Qf3 Be7 12. h3 {jetzt erst ist das Chess System Tal aus seiner Bibliothek und findet eine komfortable Stellung vor, die fast im Ausgleich ist. Die schwarze Eröffnungsbibliothek hat ihre Hausaufgaben gemacht} Re8 {auch Isi ist jetzt aus dem Buch} 13. Rfe1 Be6 {jeder sieht sich selbst minimal schlechter} 14. Bf4 Kh8?! {Ein typischer komischer Talzug, wohl der überschießenden Königssicherheit geschuldet} 15. Be5 Bd6 {die Stellung ist bei 0.00, aber Tal sieht sich mit fast 2/3 Bauer im Vorteil} 16. Bxf6?! {freiwillig das Läuferpaar aufzugeben ist nicht so gut. Nun ist Schwarz tatsächlich leicht im Vorteil} Qxf6 17. Qxf6 gxf6 18. Ne2 Be5 19. Rab1 Rab8 20. b4 Kg7 {der Zug Kh8 vorhin war einfach ein sinnloser Tempoverlust} 21. c3 Bd7 22. a3 Rg8?! {auch wieder Tal: Ziele mit den Figuren auf den gegnerischen König. Nur hier ist das völlig sinnlos} 23. c4 Be6 24. cxd5 cxd5 {Beide sehen mittlerweile IsiChess zu Recht ein kleines bisschen im Vorteil. Allerdings kein Grund zur Sorge, derzeit läuft noch alles auf ein Remis hinaus} 25. f4 Bd6 26. Kf2 Bc7 {es ist offensichtlich, dass CST mit seinem Läuferpaar nichts anzufangen weiß. Er sieht sich im Ausgleich und Isi sieht sich mit 0,7 vorn. Beides ist übertrieben, die Wahrheit liegt wohl in der Mitte} 27. Rbc1 Bb6+ 28. Kf3 Rbc8 29. f5 {IsiChess glaubt den d5 Bauern zu gewinnen und sieht sich nach diesem Zug mit ganzen 1,4 Bauern vorne. Ich halte das für falsch} Rxc1?! {das ist natürlich falsch. Es war angezeigt Ld7 zu spielen und nicht die c-Linie zu räumen. Jetzt ist IsiChess tatsächlich im Vorteil} 30. Rxc1 Bc8?! {das ist ein Fehler. Schwarz kommt nun nach a4-a5-a6 entscheidend in Nachteil. Aber Isi siehts nicht und spielt} 31. Nf4 {jetzt muss für Schwarz das von isi vorgeschlagene Te8 kommen um das ding zu halten. Aber CST gibt seinem Gegner eine weitere Chance und spielt} Bb7? {nach diesem Zug bewerten beide die Stellung richtigerweise mit fast +2 für Weiß} 32. Nh5+ Kh6 33. Nxf6 d4+ 34. Be4 {der Bauer auf d4 wird auch noch fallen und IsiChess wird das Spiel gewinnen} Rc8 35. Rxc8 Bxc8 36. g4 Kg7 37. Nd5 Bd8 38. a4? {gibt fast die Hälfte des Vorteils wieder weg. f6+ wäre der Zug der Wahl gewesen} Kf8 39. b5 Bb7 40. Nf4 Bc8 41. Bc6 {IsiChess engt seinen Gegner immer mehr ein. Der kann jetzt nur noch wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen und warten bis er Stück für Stück verspeist wird} Bg5 42. Ke4 Ke7 43. Ne2 d3 44. Kxd3 Kd6 45. Ke4 Bd2 46. Ba8?! {was ist das denn für eine Gaudi hier? Ein Anzeichen des nicht mehr weiter Wissens?} Bd7 47. Nf4 h6 48. Bb7 Ba5 49. Bd5 Be8 50. Ba8 Bd7 51. Nd5 Bd8 52. Bb7 Be8 53. Bc8 {hier gehts gefühlt seit 20 Zügen nichts, aber auch gar nichts weiter} Bg5 54. f6 Bh4 55. Kd4 Bf2+ 56. Kc4 Bh4 57. Bf5 Be1 58. Nf4 Bd2 59. Nh5 Kc7 60. Kc5 Kd8 61. Ng3 Be3+ 62. Kd5 Bf4 63. Ne2 {IsiChess spielt selten die besten Züge, kommt aber gaaaanz langsam weiter} Bd2 64. Bd3 Kc7 65. Nd4 Kb6 66. h4 Bd7 67. Bf5 Be8 68. Nf3 Bf4 69. Ne5 Bg3 70. h5 Bf4 71. Bd7 {so, langsam neigt es sich dem Ende zu} Bxd7 72. Nxd7+ Ka5 73. Nc5 Kb6 74. Ne4 Kc7 75. g5 {das Spiel ist aus} 1-0
Wolfgang - Marcus 6-5
Als Nächstes greift wieder ein Brettgerät ein: ChessTiger - Sphinx
Mein Gott, was ist nur mit dem ChessTiger los? Ich hatte den seinerzeit als richtig starkes Programm in Erinnerung, dessen größter Fehler es war, gewonnen Partien noch ins Remis zu verdaddeln. Was er in diesem Turnier auf der Turnierstufe aber alles zeigt, hat mit Stärke rein gar nichts zu tun. Taktisch schwach und positionell noch schwächer. Gegen den Sphinx hatte er nichts zu bestellen.
1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. Nf3 d6 {und der Tiger ist schon aus dem Buch} 5. g3 {er spielt den Zug, den Sphinx noch im Buch hat, e4 wäre vielleicht etwas stärker gewesen} O-O 6. Bg2 c5 {Sphinx spielt aus seinem Buch mit guten Eröffnungszügen} 7. O-O Nc6 8. dxc5 dxc5 9. Be3 Qa5 {uff, auch das hat der Sphinx noch in seiner Eröffnungsbibliothek} 10. Ng5 {nach diesem Nicht-Theoriezug muss jetzt auch der Sphinx rechnen. Er ist mit Schwarz sehr gut aus der Eröffnung gekommen und hat den weißen Anzugsvorteil mehr als egalisiert} Qb4 11. Bxc6?! {Das ist jetzt zwar kein grober Fehler, aber es ist grundsätzlich keine gute Idee, freiwillig so einen riesigen Fianchettoläufer gegen einen Springer abzutauschen. Der Doppelbauer wird den Verlust des Läuferpaares nicht wett machen können} bxc6 12. Na4?! {jetzt muss der Tiger aber langsam aufpassen, dass er nicht spürbar ins Hintertreffen gerät. Schwarz steht im Grunde schon besser} Qxc4 {beide sehen jetzt zu Recht Schwarz rund einen halben Bauern vorne} 13. Bxc5 Re8 14. b3?! {erneut ein zweitklassiger Zug des ChessTigers} Qg4!? {und Sphinx findet tatsächlich den wohl stärksten Zug der Stellung. Weiß bekommt nun ernste Probleme. Es rächt sich, dass der Fianchetto-Läufer fort ist} 15. Nf3 {Schwarz hat nun mehrere gute Möglichkeit. Aber die mit Abstand beste ist e5! Dann muss Weiß schon e4 spielen, und den Bauern opfern, um Schlimmeres zu verhindern. Sphinx wird das aber vermutlich nicht sehen können. Tiger hat es auch nicht gesehen} Ne4? {Schade, dieser suboptimale Zug gibt allen Vorteil aus der Hand} 16. Rc1 Be6 17. Bd4? {Ein ganz schlechter Zug. Tiger begibt sich freiwillig und ohne Not in eine Fessel mit Folgen und bewertet das auch noch mit 0.00} Red8 18. e3 {nach Dh3 wird Weiß schon nicht mehr zu retten sein. Aber auch das wird der/die Sphinx nicht sehen} Qh5?! {Genauso schlecht wie das vom Tiger vorgeschlagene Lf5. Beides verdirbt die gewonnene Stellung zu nur noch einer leicht vorteilhaften Stellung} 19. Ne5?! {was ist nur mit dem Tiger los? Er gibt dem Sphinx ein um das andere Mal eine neue Chance. Dieses Mal wird es sich der Sphinx nicht entgehen lassen, der er zeigt nun erstmals +1,5 an, während Tiger immer noch an seiner weißen null klebt...} Qxe5 {klar. Etwas besser wäre Lxe5 gewesen, aber das sieht halt nicht so spektakulär aus ;-)} 20. Bxe5 Rxd1 21. Rfxd1 Bxe5 {Schwarz hat nun das Läuferpaar für einen Turm. Die Lage für Weiß ist gelinde gesagt prekär} 22. Rxc6? {wieder nicht gut. f3 hätte mehr Widerstand geleistet. Sphinx steht auf Gewinn} Bd6 23. Nc3 Nxc3 24. Rxc3 Kg7 {puuhh, die schwarzen Läufer sehen furchterregend aus. Und wenn der Gegner nur noch Türme hat, entfalten sie noch mehr Kraft} 25. Kg2 h5 26. e4 g5 {Sphinx spielt das richtig gut, keine Frage} 27. f3 Kf6 28. Kf2 h4 29. gxh4 {der Tiger spielt konsequent immer die schlechteren Züge, während Sphinx konsequent fast immer die Besten findet. Weiß ist nicht mehr zu retten} gxh4 30. Rh1 Bf4 31. Rc6 h3 32. Ra6 Rc8 33. Re1 Bxh2 34. Rxa7 Bf4 35. Kg1?? {Das ist so ziemlich der schlechteste Zug der Stellung, der schließlich zu einem Matt in 11 führt} h2+ 36. Kh1 Bh3 {Sphinx hat es zwar noch nicht gesehen, aber er spielt strack auf Matt} 37. e5+ Kg5 38. Ra8 {der Offenbarungseid führt nur noch schneller zum Matt} Rxa8 {welches nun auch vom Sphinx gesehen wird} 39. a4 Kh4 40. Re4 Kg3 41. Re2 Rd8 42. Rd2 Rxd2 43. b4 Bg2# {bis zum Matt ausgespielt :-)} 0-1
Eine sehr starke schachliche Leistung des Sphinx, der viel souveräner gegen den Tiger gewonnen hat als der CTbattle in der Runde davor. Diesen Sieg hatte weder Wolfgang noch ich für möglich gehalten, aber in dieser Form kann der Sphinx in diesem Turnier noch ein Wörtchen mitreden.
ChessTiger ist bereits das fünfte PC-Programm, das sich vom Turnier verabschiedet hat. Demgegenüber steht lediglich der D+ als erster und bisher einziger Turnierlooser bei den Brettgeräten.
Die Brettgeräte erhöhen ihre Bilanz weiter auf 5-1 in dieser Runde...unglaublich!
Als nächste Partie steht Patzer gegen Diablo auf dem Zettel. Das riecht nach einem weiteren Brettgeräte-Sieg.
Patzer hat es tatsächlich geschafft, gegen den Diablo ein Remis zu erstreiten. Eine mittlere Überraschung. Wenn auch die Partie nicht sonderlich spannend war, so hat Patzer trotz seiner etwas skurrilen Bewertungen mehr als ordentlich gespielt und keine Kapriolen vom Diablo zugelassen. Alle Achtung!
1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Bxc6 dxc6 5. O-O Qd6 6. d4 exd4 7. Nxd4 Bd7 8. Be3 O-O-O 9. Nd2 Nh6 10. h3 Qg6 {Patzer ist jetzt aus dem Buch und man muss konstatieren, dass er als Weißer sehr wenig aus seinem Anzugsvorteil gemacht hat. Schwarz hat mindestens Ausgleich. Das könnte eine interessante Partie werden} 11. Qf3 f5 {der Diablo greift aus seinem Buch heraus sofort an. Weiß muss jetzt bereits aufpassen, dass er nicht daneben greift.} 12. Bxh6?! {Man kann hier vermuten, warum das PC-Programm so heißt wie es heißt. Der Zug sieht schon nicht gut aus. Den hat der Diablo natürlich nicht im Buch. Beide bewerten sich etwa einen halben Bauern besser. Diablo dürfte hier als einziger richtig liegen. Ich fürchte, dass geht nicht gut aus für Patzer} fxe4 13. Nxe4 gxh6 14. Rfe1 Bg7 15. c3 Rdf8 16. Qg3 Rhg8 {nicht so gut, denn damit erlaubt der Diablo seinem Gegner den Damentausch} 17. Qxg6 {und somit sind alle Probleme für Patzer gelöst. Das sich dieser aber nun mit einem Bauern im Vorteil sieht ist überhaupt nicht nachzuvollziehen. Vielleicht glaubt er ja das Springerpaar sei dem Läuferpaar deutlich überlegen :-)} hxg6 18. Nc5 Bxd4 19. cxd4 Rf4 20. Rad1 b6 21. Nxd7 Kxd7 22. d5? {bis jetzt war die Stellung im Ausgleich. Aber durch diesen Vorstoß wird der Bauer wohl auf längere Sicht verloren gehen} c5 23. Re6 Ra4 24. a3 Rc4 25. Rd2 Rg7 26. f3 Rf4 27. Kf2 Rf5 28. Rd1 Rxd5 29. Rxg6 Rxd1 30. Rxg7+ {Patzer sieht sich jetzt mit 1,4 vorne???} Kd8 {für Menschen sieht das aus wie ein Anti-Zug, "der König gehört in die Mitte". Aber ob auf d6 oder auf d8 die Stellung ist objektiv remis} 31. Rg8+ Kd7 32. Rg7+ Kd8 33. Rg8+ Kd7 34. Rg7+ {Stellungswiederholung} 1/2-1/2
Auf gehts in die Verlängerung. Hier hat Diablo mit Weiß nun natürlich einen kleinen Vorteil. Trotzdem drücke ich dem netten Roland Pfister die Daumen :-)
Nach dem Unentschieden folgt in der zweiten Partie die Riesenüberraschung. In der für Schwarz sehr schwierigen Benoni-Verteidigung setzt Patzer mit Schwarz den Diablo in nicht einmal 40 Zügen matt!
1. d4 Nf6 2. c4 c5?! {Patzer wählt die schwierige Benoni-Verteidigung...na, ob das gut geht?} 3. d5 e6 4. Nc3 exd5 5. cxd5 d6 6. Nf3 g6 7. Bf4 a6 8. e4 {und Patzer verläßt seine Bibliothek. Diesmal immerhin erst nach 8 Zügen und nicht schon nach vier. Dafür hat er aber auch eine zweitklassige Eröfffnung auserwählt. Ein bißchen glücklos, der Patzer} Bg7 9. Qa4+ Bd7 {na zum Glück. Lange Zeit präferierte Patzer das unglückliche Kf8} 10. Qb3 Bc8 {diesen Rückzug empfiehlt auch Stockfish. Zugwiederholung wäre wohl das Beste, was Patzer nach dieser Eröffnung passieren könnte} 11. Qa3? {Diablo ist jetzt raus aus seinem Buch und macht sofort Mist. Es ist zwar richtig, dass er in dieser vorteilhaften Stellung die Zugwiederholung vermeidet, aber doch bitte nicht mit der Dame auf a3! Da haben wir sie wieder, die im Computerschach so beliebten Dameausflüge mit Verzettelungsfaktor. Die Dame steht hier vollkommen nutzlos und Patzer steht schlagartig besser} O-O 12. O-O-O? {Jessas! Ein positioneller Fauxpas. Nach b5 wird die Lage für Weiß bereits kritisch. Aber Patzer hat gar keine Ahnung und spielt} Nh5 {was ihm zwar immer noch Vorteil hält, aber den Weißen vor weniger Probleme stellt} 13. Bg5 f6 14. Be3 f5?! {dieser Zug dreht den kleinen verbliebenen Vorteil nun wieder Richtung Diablo zurück} 15. exf5 Bxf5 16. Ng5 Qe7 {und Ausgleich} 17. Nf3? {ein Fehler, der nun zu entscheidendem Vorteil für Schwarz führen kann} Nd7?! {b5 wäre hier deutlich stärker gewesen} 18. Re1 Ne5 19. Qb3 Nxf3 {Patzer sieht sich nun entscheidend vorn. Er hat Recht. Diablo hingegen glaubt an Ausgleich. Völlig falsch} 20. gxf3 Rac8?! {Patzer will einfach um keinen Preis das gewinnbringende b5 spielen - warum auch immer} 21. Bd2 Qc7 22. h4 Be5? {Diablo selbst hat das richtige b5 erwartet. Patzer spielt es aber einfach nicht. Das wird wohl so bleiben. Es wird interessant sein zu sehen, ob Patzer den offensichtlichen Vorteil auch ohne b5 wird verwerten können. Diablo ist jedenfalls fast schon gezwungen die Qualität herzugeben, um die Läufer-Phalanx aufzubrechen} 23. Bh6 Rfe8 24. Ne4 c4! {wenn schon nicht b5, dann wenigstens c4. Das ist in diesem Moment sogar noch stärker} 25. Qa3 c3 26. b3 Nf4 27. h5? {das beschleunigt das Ende noch} Qb6 28. hxg6 Bxe4 {und matt in 12} 29. Rxe4 Qxf2 30. gxh7+ Kh8 31. Be2 Nxe2+ 32. Rxe2 Qxe2 33. b4 {hier will sich der Diablo das Matt nicht mehr zeigen lassen und gibt auf. Allerdings sieht sowohl er als auch Patzer das Matt in 8 noch gar nicht, obwohl beide in ihrer Anzeige der Hauptvariante auf dem richtigen eg sind} 0-1
Was für eine Pleite für den Diablo. Er ist damit das zweite Brettgerät, das das Turnier verlassen muss. Und das ist auch richtig so. Der Diablo hat in keiner Partie überzeugt und einfach nur schwach gespielt - ohne jegliche Akzente - wie der ihm vorausgegangene D+.
Wolfgang und ich haben uns hier gleichfalls mächtig getäuscht. Patzer hat auch in dieser Partie nicht fehlerlos aber trotzdem gut gespielt und konnte sich mehr und mehr in Szene setzen. Alle Achtung. man darf gespannt sein, ob er dieses Niveau auch gegen die stärkeren Teilnehmer des Turniers aufrecht erhalten kann.
In der nächsten Begegnung droht der nächste Abgang eines Brettgerätes. Mein heißgeliebter V11 muss mit Schwarz gegen den Turniermitfavoriten Hiarcs ran...das wird wohl nix
Die Partie dieser beiden Schwergewichte, hielt qualitativ das was sie versprach. Eine für für Oldies absolut hochklassige Partie mit sehenswerter Bauernformation, in der fast keine, nicht einmal kleinere Fehler gemacht worden sind. Die Punkteteilung war absolut verdient. Wohl die qualitativ beste Partie des Turniers.
1. Nf3 d5 2. d4 Nf6 3. c4 dxc4 4. Nc3 Bf5 5. e3 e6 {nanu, hier ist Hiarcs schon aus dem Buch??} 6. Bxc4 Nbd7 7. Nh4 {diesen komischen Zug hat V11 natürlich nicht in seinem Buch und muss jetzt auch rechnen} Bg4 8. f3 Bh5 9. g3 Be7 10. O-O O-O {beide haben mit den Rochaden im Prinzip ihre Entwicklung so gut wie abgeschlossen und können mit ihrer Eröffnung zufrieden sein. Der weiße König sieht vielleicht etwas luftig aus, das dürfte hier aber keine Rolle spielen. Hiarcs sieht eine weiße null, aber der V11 sieht sich unverständlicherweise mit -0,4 hinten. Das dürfte deutlich zu pessimistisch sein} 11. g4 Nb6 12. Bd3 Nfd5 13. Nxd5 Nxd5 14. Ng2 Bg6 15. Bxg6 fxg6 {sieht komisch aus, den Bauern e6 freiwillig zu schwächen. Jeder Mensch hätte hier sicherlich hxg6 gespielt. Hiarcs übrigens auch} 16. e4 Nb6 17. f4 {die Bauernphalanx sieht natürlich mächtig aus. Die Frage ist, ob sie nicht in Wirklichkeit schwach ist} Qd7 {V11 hätte hier mit sofortigem c5 mit Vorteil die Phalanx angreifen können} 18. Be3 {jetzt ist es für c5 zu spät} Qb5 19. Qc2 Nc4 20. Bf2 c6 21. a4 {der V11 hat es versäumt, die Phalanx anzugreifen. Jetzt kommt Hiarcs langsam in Vorteil} Qb4 22. Rfd1! {das war der richtige Turm, sehr stark!} Nd6 23. Be1 Qb6 24. b4 {ein total witziges Bild, fast alle weiße Bauern stehen auf der vierten Reihe. Hiarcs muss jetzt aufpassen, dass er nicht überzieht} Rae8 25. g5 Rf7 {im letzten Moment ist der V11 von dem unsinnigen Kh8 abgerückt} 26. Qd3 h6?! {das ist hier vom V11 keine so gute Idee, den zementierten Königsflügel zu öffnen und Hiarcs Angriffschancen zu bieten. Hiarcs springt auch sofort auf +1} 27. gxh6 gxh6 28. Qf3 Kh7 {V11 spielt das umsichtig. Im Moment hat keiner von beiden einen Vorteil. Die Stellung ist im labilen Gleichgewicht} 29. Qe2 {Hiarcs zieht mit seiner Dame im Dreieck. Offensichtlich weiß er nicht weiter} Ref8 30. Bc3 g5 {der V11 hat seine Figuren optimal aufgestellt und bläst jetzt zum Gegenangriff. Hiarcs schlägt hier das schöne Txf4 mit der Bewertung 0.00 vor. Nach Sxf4 Txf4 nebst Txe4 entsteht eine interessante Stellung mit ungleichem Material} 31. fxg5?! {das ist nicht so gut. V11 bekommt jetzt Oberwasser wenn Hiarcs nicht genau spielt} Bxg5 32. Rf1 Qa6 {man denkt sich hier, "um Himmels Willen, was ist das für ein positioneller Schnitzer?", aber der Zug hält immer noch die schwarze null} 33. Rxf7+ Rxf7 34. Qxa6 bxa6 35. e5 Ne4 {beide sehen Schwarz jetzt +1 vorne. Stockfish sieht hier Ausgleich. Allerdings muss Hiarcs dann auch perfekt spielen} 36. Be1 Nd2 37. Bxd2 Bxd2 38. Rf1 Rxf1+ 39. Kxf1 Bc3 40. Nf4 Bxd4 41. Nxe6 Bxe5 {auch wenn der V11 sich hier mit mehr als +1 im Vorteil sieht, so hält man es besser mit Hiarcs, der zu Recht eine schwarze null anzeigt} 42. Nd8 Bxh2 43. Nxc6 {der V11 kommt hier übrigens 14 Halbzüge tief, Hiarcs 11 im Sockel und 27 mit den Vertiefungen} Bd6 44. b5 axb5 45. axb5 {der V11 glaubt hier mit +1,6 auf dem Gewinnweg zu sein. Er hat halt von Endspielen wenig Ahnung} Bc5 46. Nxa7!! {Hiarcs weiß, dass das Endspiel mit dem falschen Läufer remis ist und macht hier kurzen Prozess. V11 weiß das natürlich nicht und glaubt sich mit +3 im Vorteil.} Bxa7 1/2-1/2
Auch wenn die Partie jegliches Gemetzel vermissen ließ, sie war einfach von beeindruckender Qualität. Ganz etwas anderes als das, was der Diablo, der D+ oder auch Nimzo gezeigt hat. Egal, wer von beiden am Ende nach Hause muss, er kann es nach dieser Partie erhobenen Hauptes tun.
Nun hat der V11 in der Verlängerung das erste Mal Weiß in diesem Turnier. Ich freu mich auf die Partie...
Nun, die Revanche ging erst mal da weiter, wo die andere Partie aufgehört hatte. es wurden sehr wenig Fehler gemacht. Im Mittelspiel hätte der V11 mal gut in Vorteil kommen können, hat es aber übersehen. Dann kam Hiarcs in Vorteil, verspielte aber auch wieder zum Ausgleich. Bei der dann auftretenden Stellung auf Messers Schneide machte Hiarcs den ersten Fehler und V11 hätte gewinnen können, verdaddelte aber wieder in Ausgleich. Im Endspiel gewann Hiarcs mehr und mehr die Oberhand, hätte aber auch ins Remis vergeben wenn V11 etwas von Endspielen verstehen würde. Wie schon gegen Rebel 10 hat der V11 im Endspiel verkackt.
1. e4 Nf6 {oh lala, Hiarcs hat aktiv Aljechinin seinem Turnierbuch!} 2. e5 Nd5 3. c4 Nb6 4. c5?! {die Jagdvariante ist nicht die stärkste Fortsetzung, hier bekommt Schwarz Ausgleich} Nd5 5. Nc3 e6 6. Nxd5 exd5 7. d4 d6 8. cxd6 cxd6 9. Nf3 dxe5 {der V11 hat nun seine Eröffnungsbibliothek verlassen. Weiß hat nichts, aber auch gar nichts aus der Eröffnung geholt, die Stellung befindet sich vollkommen im Ausgleich. Was will man mehr als Schwarzer?} 10. dxe5 Nc6 11. a3 {der Zug vom V11 ist gut. Hiarcs ist jetzt auch aus dem Buch und sieht eine schwarze null. So wie der V11} Bg4 12. Be2 Qa5+?! {wieder einer dieser im Computerschach selten gut ausgehenden Dameausflüge. Dies bringt den V11 sofort ein bißchen in Vorteil} 13. Bd2 Qb6 14. b4 Bxf3 {suboptimal. Dadurch vergrößert sich der weiße Vorteil} 15. Bxf3 Nxe5 16. Bxd5?! {richtig wäre hier die kurze Rochade gewesen mit signifikantem Vorteil für Weiß. Einen kleinen Vorteil hätte auch das von Hiarcs vorgeschlagene De2 behalten. Der Textzug gibt den Vorteil komplett her, da Weiß nun die Rochade verliert und jetzt noch aufpassen muss} Nd3+ 17. Ke2 Qb5 {Hiarcs sieht sich nun mit 1,66 im Vorteil. Das ist falsch - zumindest wenn V11 richtig spielt hat er Ausgleich. V11 sieht das ähnlich} 18. Bxf7+! {der einzige Zug, der Weiß retten kann. V11 sieht sich nun selbst mit -2 hinten. Hiarcs hat derweil auf nur noch +1 zurückgerudert. Stockfish sagt 0. Es sieht fast so aus, als würde Hiarcs tiefer rechnen, denn V11 hängt in der Bewertung immer 1-2 Halbzüge zurück} Ke7! {dies wiederum ist der einzige Zug, der für Hiarcs den Ausgleich hält. Die beiden spielen wieder sehr stark. Mal sehen, wer als erster daneben greift} 19. a4 {Hiarcs rechnet nun an Sf4+, was auch V11 empfiehlt, und sieht sich plötzlich einen halben Bauern hinten. Das ist korrekt, denn der Ausgleich führt nur über Sc1+} Nf4+ 20. Kf3 {das sieht gefährlich aus, ist aber der einzige Zug der geht und nicht verliert} Qd3+ 21. Kxf4 Kxf7 22. Be3 Qc4+? {au weh, Hiarcs hat den Fehler gemacht. Nur Ld6+ hätte Schwarz die Remischance lebendig gehalten. Jetzt bekommt Weiß deutlichen Vorteil, sofern er Kg3 spielt} 23. Kg3 {er spielt es} Be7 24. b5? {Damit wirft der V11 seinen Vorteil unnötig weg. Ein Dameschach auf f3 oder h5 hätte vollkommen gereicht um am Drücker zu bleiben. Allerdings muss Hiarcs jetzt seinerseits mit der Dame auf h4 Schach geben um den Ausgleich zu halten} Qh4+! {stark. Hiarcs hatte lange Zeit das schlechte Lh4+ spielen wollen.} 25. Kf3 Qf6+ 26. Ke2 Qe6 27. Kf1?! {der Vorteil ist dahin} Rhf8 28. Qd3 Kg8 29. Re1 Rad8 30. Qc3 Qa2 31. a5? {au weh zwick, das hatte sich angekündigt. Schon die letzten fünf oder sechs Züge vom V11 waren nicht wirkllich gut und man musste Schlimmes ahnen. Das ist nun eingetreten. Mit diesem wirklich schlechten Zug ist Weiß verloren, sofern Schwarz den überforderten Läufer auf e3 mit Lg5 angreift} Qa4? {aber Hiarcs hat das ebensowenig gesehen wie der V11. Glück gehabt! Trotzdem steht Weiß jetzt schlechter} 32. b6 Rd5 33. Qa1 {V11 spielt den bestmöglichen Zug in der Stellung und ist wieder bei Ausgleich. Ein hin und her...} Qc4+ 34. Kg1 a6 35. h3 Qb4 36. Kh2 Rxa5 37. Qd4 Qxd4 38. Bxd4 Bd6+ 39. g3 Bc5 40. Bxc5 Rxc5 41. Re2 {statt Kg2 wieder eine Ungenauigkeit. Jezt muss der V11 wirklich aufpassen, dass ihm das Ding nicht entgleitet} Rb5 42. Rc1 Rxb6 43. Rc7 Rbf6 44. Rxb7 Rxf2+ 45. Rxf2 Rxf2+ 46. Kh1 {sieht wieder mal stümperhaft aus den König ins Eck zu stellen, macht aber keinen Unterschied} h6? {dies ist objektiv ein Fehler, der zum Remis führt. Aber die Beteiligten wissen davon natürlich nichts} 47. Kg1 {warum nur der Umweg über h1???} Ra2 48. Kf1 a5 49. h4 a4 {Hiarcs sieht sich mit +3 vorn, V11 mit -1 hinten. Tatsächlich ist es 0,00 wenn V11 jetzt h5 spielt. Alles andere verliert allerdings.} 50. Ra7? {ja, das war klar. Die Grundregel "Türme hinter die Bauern" wird befolgt und die Sache dadurch dem Verlust zu geführt. Aber so sicher ist das noch nicht, denn auch Hiarcs kann noch einige Fehler machen. Er muss jetzt h5 spielen, sonst ist es doch remis} a3? {und er befolgt natürlich eine weitere Regel, die da sagt "schiebe Freibauern zum Umwandlungsfeld". In diesem Fall ist das die falsche Idee. Für Weiß führt jetzt h5 oder g4 zum Remis} 51. Ke1? {die nächste Grundregel "führe den König an den gefährlichen Bauern", die hier ins Verderben führt.. Aber nur, wenn Hiarcs jetzt h5 spielt} h5! {und Hiacs spielt den einzigen Zug, der zum Gewinn führt} 52. Kd1 Kh7 53. Ra6 Ra1+ 54. Kc2 a2 55. Kb2 {Hiarcs +4, V11 immer noch nur -1. Letzerer hat einfach keine Ahnung wie Endspiele bewertet werden.} Rg1 56. Ra3 a1=Q+ 57. Rxa1 Rxa1 58. Kxa1 {der weiße König ist zu weit Weg, matt in 19, Die grundsätzlichen Endspielregeln haben dem V11 den Garaus gemacht.} 0-1
Letztendlich ist Hiarcs verdient weiter gekommen weil er im Endspiel deutlich stärker ist. Der V11 ist eine Granate im Mittelspiel, hat aber im Endspiel wirklich eklatante Schwächen und scheidet deshalb (leider) auch als einer der ersten aus
Wolfgang - Marcus 7-6 Die PCs haben wieder etwas aufgeholt, jetzt nur noch 5-2 für die Brettis
Als nächstes wiederhole ich die Begegnung Short gegen Sparc. Der Sparc hatte statt mit 40 mit unter 30 MHz gespielt. Und da ich mir extra dafür einen neuen Rechner gekauft habe, wird der Sparc in diesem Turnier auf seiner WM-Geschwindigkeit mit 51 MHz laufen
Ei, wie war ich gespannt, was die Sparc-WM Maschine so leistet. Naja, die Ernüchterung kam schnell, als er von vier entwickelten Figuren drei am Rand abstellte. Und das Beste: Er sah sich die ganze Eröffnung (zu Recht) im Nachteil. Erst als er den Großteil seiner Figuren schön am Rand drappiert hatte, schwenkte er auf Vorteil für sich um Also bei der Spracklenschen Programmqualität hilft dann auch keine Super-Geschwindigkeit
Wie auch immer, Sparc hätte mit dem Bauernvorstoß e5 im Zentrum attackieren und in Vorteil kommen können, hat es aber versäumt. Schließlich hatte er dem Short die Chance eingeräumt in entscheidenden Vorteil zu kommen. Der hats aber auch nicht gesehen. Am Ende hatte Sparc einen Läufer mehr, das war aber nicht mehr zu gewinnen.
1. e4 d6 2. d4 Nf6 3. f3 {und schon wird der Sparc von seiner Bibliothek verlassen} Bd7 {...und der Short auch...} 4. c3 c6 5. Bf4 Qb6 6. b3?! {nachdem Weiß die ganze Zeit besser stand, kann Schwarz nun mit dem Zentrumsvorstoß e5 in Vorteil kommen} Nh5 7. Bg5 {typisch Spracklen} Na6 8. a4 Qa5 {man schaue sich das an. Dreiviertel der entwickelten Figuren wird auf die Randlinien gestellt.. Immer wieder das Gleiche. Kein Wunder, dass die Spracklens nie mehr an die Spitze gekommen sind} 9. f4 g6 {nachdem nun der Großteil der Figuren an den Rand entwickelt worden ist, sieht sich Sparc endlich im Vorteil...unfassbar} 10. b4 Qc7 11. Bxa6?! {das allerdings ist nicht gut und verspricht Schwarz langfristigen Vorteil} bxa6 12. Ne2 Bg7 13. O-O c5 14. bxc5 dxc5 15. f5 cxd4 16. fxg6 hxg6 17. cxd4 Nf6 {und wieder mal sind wir bei 0.00 falls Short e5 spielt} 18. e5 Ne4 19. Bf4 Qc4 20. h3 Bc6 21. Nd2 Nxd2 22. Qxd2 Rd8 23. Qb2 f6 24. a5 fxe5 25. Bxe5 Bxe5 26. dxe5 {Schwarz muss jetzt mit Txh3 eine Dauerschachabwicklung forcieren, sonst kommt er entscheidend in Nachteil} Qc5+ {das war der falsche Zug} 27. Kh2 Qb5? {nach Dc2 erhält Weiß entscheidend Vorteil. Das geht aber über den Horizont von beiden} 28. Rfb1? {leider falsch} Rh5 {0.00/54 662 jetzt ist wieder Ausgleich} 29. Nf4 Qxe5 30. Qxe5 Rxe5 31. Nxg6 Rg5 32. Nf4 e5 33. Re1 Kf7 34. Rac1 Ba8 35. Rc5 Kf6 36. h4 Rg4 37. Rcxe5? Rxf4 38. Re6+ Kf7 {Schwarz ist zwar jetzt eine Figur vorne, aber das wird nicht zu gewinnen sein} 39. Rxa6 Rxh4+ 40. Kg3 Rc4 41. Rf1+ Kg8 42. Rxa7 Rc3+ 43. Kh2 Rc2 44. Rg1 Bd5 45. Kh3 Ra2 46. Rc1 {die beiden Experten glauben zwar, dass Schwarz mit +2 im Vorteil ist, aber das Ding ist remis. Auch wenn Stockfish +1 für Schwarz sieht} Bxg2+ 47. Kh4 1/2-1/2
Keine gute Partie, so schlecht aber auch wieder nicht. Letztendlich ein gerechtes Unentschieden. In der Revanche hat Sparc dann Weiß.
Schön, eine richtige Turniermaschinen-Partie von einem Gerät, das so nah an der Turniermaschine von 1992 (Madrid) dran ist, wie es heute möglich ist! Und Du hast den Vorteil, daß es bei Deinem Setup keine thermischen Probleme und Abstürze gibt (Auf einem Bild von der WM 1992 in Madrid ist zu sehen, daß der Sparc dort einen Ventilator direkt auf dem Prozessor sitzen hatte, weshalb das Modul nicht mehr in den Modulschacht des Renaissance-Brettes paßte und, mit einem Flachbandkabel verbunden, neben dem Brett liegen mußte, s. CSS 1/93)
Ich wüßte ja gern, was aus der originalen Turniermaschine geworden ist...
ja, das ist heutzutage der Hammer, was man für Möglichkeiten hat, die Historie wieder aufleben zu lassen. Franz, Gerardo und Steve haben hier einen ganz ganz großen Anteil daran.
was aus der Turniermaschine geworden ist, wüsste ich auch gerne. Man könnte ja mal Kathe fragen ;-)
Nun heißt es also Revanche mit vertauschten Farben. Sparc spielt ein Manöver, das objektiv einen Springer verliert. Aber beide sehen nicht, dass Short gefahrlos den weißen Springer nehmen kann, weil der schwarze Turm für die weiße Dame tabu ist. Fünf Züge später stellt der Short in einem Anflug von Geisteskrankheit seinen schwarzen Springer nach h2??? Das Bild kann man sich ruhig mal anschauen Und diesmal hat Short Glück, dass Sparc nicht einfach den Springer mit dem Turm nimmt, denn der zurückschlagende Läufer ist dann abgezwickt. Am Ende wieder ein gerechtes Unentschieden zweier absolut gleich starker Kontrahenten.
1. Nf3 d5 2. c4 c6 3. d4 Nf6 4. Qb3 {diesen Zug kennt der Short nicht mehr und muss bereits im vierten Zug selbst rechnen} dxc4 5. Qxc4 Be6 {der Zug sieht natürlich komisch aus. Kein direkter Fehler, aber auch nicht optimal. Beide finden jedenfalls, dass Schwarz minimal im Vorteil ist} 6. Qc2 Bg4 7. Ne5?! {Sparc opfert hier den Bauern d4, ob das gut ist? Beide sehen jedenfalls ausreichend Kompensation. Stockfish nicht} Qxd4 8. Qb3? {Jetzt ist das Spiel eigentlich für Weiß schon verloren, denn Schwarz kann einfach den weißen Springer rausnehmen und dann Sd5 spielen. Denn falls Weiß Dxb7 spielt, ist der schwarze Turm tabu, da die weiße Dame nach Dc7 nebst Sb6 in der Falle sitzt.} e6 9. Qxb7 {Sparc checkt das nicht} Qb4+? {auch Short merkt nicht, dass er den Springer einfach rausnehmen kann und der Turm tabu ist. Weiß ist wieder im Vorteil} 10. Qxb4 Bxb4+ 11. Bd2 Bd6 12. Nxg4 {Sc4 wäre stärker gewesen} Nxg4 13. h3 Nh2?? {der Short muss an Schwachsinn leiden! Nach Txh2 nebst g3 ist der Läufer raus} 14. Na3?? {einer kapiert so wenig wie der andere. Wir sind wieder bei 0,00} Bxa3 15. bxa3 Nxf1 16. Rxf1 Nd7 17. Bc3 O-O 18. O-O-O Nb6 19. Rd3 Rad8 20. Rfd1 Rxd3 21. exd3? {was soll das denn?} Nd5 22. Bd4 a6 23. Kd2 f6 24. Rb1 Nf4 25. Be3 Nxg2 26. Rb6 Ra8 {+0.26/26 30} 27. Ke2 Nxe3 28. Kxe3 {Das ist komisch weil es komplett zerstreute Bauern hinterlässt. Jeder Mensch hätte hier wohl fxe3 gespielt. Aber Stockfish sagt der Textzug ist besser...na dann} Kf7 29. Rxc6 a5 30. d4 Ra7 31. a4 g5 32. f3 h5 33. Rc5 f5 34. a3 Ra8 35. Rc7+ Kf6 36. Rc5 g4 37. hxg4 hxg4 38. fxg4 fxg4 39. d5 exd5 40. Rxd5 Rf8 41. Ke4 Kg6 42. Rc5 Rf1 43. Rd5 Kh6 {im Prinzip kann hier keiner mehr was falsch machen} 44. Rc5 Rf3 45. Rxa5 Kg6 46. Rc5 Rxa3 47. a5 Ra4+ 48. Ke3 Kf6 49. Kf2 Ra3 50. Kg2 Kg6 51. Rb5 Kh6 52. Re5 Kh7 {hier passiert nichts mehr}1/2-1/2
Jetzt also das erste Mal in diesem Turnier eine zweite Verlängerung...Elfmeter schießen wird es aber nicht geben
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