Ich hatte einen Fehler in der Auslosung und keiner hats gemerkt. Ich habs auch erst gemerkt, nachdem die Partie London - ChessTiger gespielt war. Denn die wurde bereits in Runde zwei mit anderer Farbverteilung gespielt und ist remis ausgegangen. London hat diesmal die ganze Partie geführt und stand im Endspiel mit einem Mehrbauern klar auf Gewinn. Der Tiger hat sich aber umsichtig verteidigt und den finalen Fehler vom London eiskalt ausgenutzt und seine Figur gegen den letzten Bauern geopfert.
Die Partie fließt nicht in die Wertung, aber die Erkenntnis hier war, dass der London deutlich mehr Ahnung davon hat, wie man in gewonnene Endspiele abwickelt. Da hat er aber dann wenig Ahnung, wie man die Abwicklung ins Remis vermeidet, was dann wiederum der Tiger weiß.
Für die letzten Partien der Runde mussten die Paarungen nun angepasst werden. Es spielt als nächstes der London gegen den Montreux solide.
Marcus Bernd
-------------------------------------------------------------- "Es ist keine Schande zu verlieren. Aber es ist eine Schande nicht gekämpft zu haben". (Bernd Kästner 30.10.1940 - 25.10.2023)
Eine Besonderheit war die Eröffnung. Nach 8 Zügen waren beide aus dem Buch, doch einen Zug später beide wieder für sage und schreibe 10 weitere Halbzüge wieder drin. Buchsieger war dann der London, der nach Ende der Bibliothek einen Stellungsvorteil von rund 0,66 hatte. Doch etwa ab dem 20. Zug war der Montreux schon sichtbar im Vorteil und nach etwas mehr als 30 Zügen war der London bereits hoffnungslos verloren. [Event "Kaufbeuren 2024 reloaded"] [TimeControl "3h"] [Date "2025.07.06"] [Round "5"] [White "#Mephisto London (68030-50)"] [Black "#Mephisto Montreux sol. (ARM2-40)"] [Result "0-1"] [ECO "B92"] [Opening "Sizilanisch (Najdorf-Variante mit 6. Le2) 6.Be2 e5 7.Nb3 Be7 8.O-O O-O 9.Be3 Be6 10.Qd2"] [Variation "Najdorf-Variante, Abweichungen, 1.e4 c5 2.Nf3 d6 3.d4 cxd4 4.Nxd4 Nf6 5.Nc3 a6"] [PlyCount "90"]
1. e4 c5 2. Nf3 d6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 a6 6. Be2 e5 7. Nb3 Be7 8. O-O Be6 {hier ist London als erster aus dem Buch} 9. Be3 {den Zug hat der Montreux auch nicht mehr im Buch. Es kommt nun darauf an, wie der Montreux fortsetzt, damit der Buchsieger gekürt werden kann. Beide sehen sich jedenfalls ein kleines bisschen im Nachteil} O-O {der stärkste Zug, nachdem der London wieder zurück im Buch ist!} 10. Qd2 {und nach diesem Zug ist auch der Montreux wieder zurück in seiner Eröffnungsbibliothek!!!} b5 11. a4 b4 12. Nd5 Nxe4 13. Nxe7+ Qxe7 14. Qxb4 f5 {nachdem die beiden jetzt noch satte 10 Halbzüge aus ihrer Bibliothek gespielt haben dürfte London nun endgültig out of book sein. Er könnte sich nun mit Sa5 eine vorteilhafte Stellung sichern} 15. f3 {dieser Zug war nur der Zweitbeste und der Montreux ist ab hier auch auf sich alleine gestellt} Nf6 {und auch er spielt nur den zweitbesten Zug. Besser wäre Sc6 gewesen. Und so ist der London als Buchsieger zu deklarieren, auch wenn beide hier nur eine weiße Null sehen. Objektiv liegt Weiß bereits mit zweidritteln eines Bauern vorne} 16. Bc4?! {mit diesem schlechten Zug hat der London seinen Vorteil in einen Nachteil verwandelt. Montreux erkennt das sofort, spielt aber statt f5f4 den falschen Zug, so dass wir im Prinzip wieder Ausgleich haben} Rc8 17. Bxe6+ Qxe6 18. Qd2 {Schwarz kommt mit diesem Zug wieder leicht in Vorteil} Nbd7 19. Rfe1 {-0.35/8 0} d5 20. Qd3 Qc6 21. Re2 {das Pendel schlägt nun langsam zu Gunsten des Montreux aus} f4 22. Bf2 Rab8 {beide sehen es, dass Schwarz hier erkennbar besser steh} 23. Qf5 Re8 24. a5 Rb5 25. Rae1 Rf8 26. Bh4 Rf7 27. Kh1?! {ein typischer Lang-Warte(un)zug, der Schwarz in die Karten spielt} Ne4 28. Qg4 Nec5 29. Nxc5 Rxc5 30. c3 Rxa5 31. Rd2 Rb5 32. Bf2 Qb7? {Montreux stand auf Gewinn, doch dieser Zug verdirbt alles} 33. Ree2?! {und dieser Zug stellt alles wieder auf vorher} e4 {kraftvoll} 34. fxe4? {keinesfalls hätte London hier schlagen dürfen. Weiß ist nun rettungslos verloren} dxe4 35. Rd4 Re5 36. Be1 f3 37. Rf2 Re8 38. gxf3 exf3 39. Qg1 Nc5 40. Rb4 {mittlerweile zeigen auch beide rund +4 für Schwarz an} Qa8 41. Rd4 Ne4 42. Ra4 Rd7 43. Ra1 Nxf2+ 44. Bxf2 Rd2 45. Rf1 Ree2 {tödlich} 0-1 Erkenntnis: Der London hat eine weitere ausgesprochen schwache Partie gezeigt. Für mich ist die London-Version vermurkst. Sie mag auf Grund ihrer extremen Passivität gegen schwächere Programme deutlich besser abschneiden und hieraus ihren "Elogewinn" schöpfen, gegen stärkere Programme ist der London jedoch Kanonenfutter, da diese seine Abwartezüge früher oder später ausnutzen. Der Montreux solide zeigt sich weiterhin extrem stark und hat trotz der äußerst starken Gegnerschaft in diesem Turnier nach wie vor noch keine Partie verloren. Das ist bemerkenswert!
Als Nächstes stehen sich Diablo sel.1 und der ChessTiger gegenüber.
Marcus Bernd
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Hallo Marcus, was war der konkrete Grund, warum Du beim Montreux mit dem Spielstil „solide“ spielst ? Schätzt du den.Montreux mit Spielstil „Solide“ stärker ein als auf Normal, Aktiv oder Offensiv ? Schöne Grüße, Alwin
nein, ich fand nur, dass der Montreux auch auf den schnellen Kisten oft zu sehr überzieht und wollte mir anschauen, ob solide eine erfolgreichere Spielweise produziert, zumal er (ohne Buch) auch in Normaleinstellung im Turnier vertreten ist. Bisher macht er einen klar gesunderen EIndruck. Montreux normal: 2,5 Punkte bei zwei Verlusten Montreux solide: 3,5 Punkte bei null Verlusten
Allerdings hat der Montreux ohne Buch in der Eröffnung deutlisch schlechter abgeschnitten, was bei der Bewertung zu berücksichtigen ist.
Bucheffizienz: Montreux ohne Buch: -1 Montreux mit Buch: +2
VG Marcus Bernd
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Hier hatte ich mir eine ruhige Partie erwartet, in der der ChessTiger den Ton angibt. Doch so war es nicht. Eröffnungssieger wurde der Diablo, doch der Vorteil verflüchtigte sich sehr schnell. Es passierte nicht viel bis zum Endspiel und dann trat wieder die bekannte Endspielschwäche des ChessTigers hervor und er brachte sich Zug um Zug in eine immer schwieriger werdende Position. Doch der Diablo vergab zum Ausgleich und stellte sich plötzlich auch noch mit einem ganz schwachen Bauernzug direkt auf Verlust. Dann kommt ein unerklärlicher Fehlzug des Tigers und das Pendel schwang wieder Richtung Diablo. Der nächste Fehler des Tigers wäre sein Aus gewesen. Doch nun begann der Diablo sich in eine sehr schwierige Situation zu manövrieren. Und es kam dann tatsächlich so, dass sich der schwarze Läufer für einen Bauern opfern musste, es der Diablo aber (im Gegensatz zu Stockfish) nicht schaffte, mit seinem kurzatmigen Springer beide Flügel zu verteidigen. Ein spannendes Endspiel mit immer wieder wechselnden Vorzeichen. SO macht Computerschach Laune. [Event "Kaufbeuren 2024 reloaded"] [TimeControl "3h"] [Date "2025.07.08"] [Round "5"] [White "#Novag Diablo sel.1 (68000-300"] [Black "*PalmTiger 2010 (68030-33)"] [Result "0-1"] [PlyCount "164"]
1. e4 g6 2. d4 Bg7 3. Nf3 {der Tiger spielt die Robatsch-Verteidigung und ist dann im dritten Zug schon aus der Bibliothek. Das ist nicht Sinn der Sache!} d6 {er spielt aber zunächst aus eigener Kraft richtig weiter} 4. Nc3 c6 5. Be2 Nf6 {nun muss auch der Diablo selbst rechnen} 6. O-O {er schließt seine Entwicklung mit der Rochade ab und steht sichtbar besser, auch wenn beide hier nur eine weiße Null sehen. Aus Robatsch wurde Pirc, aber der Buchgewinner bleibt der Diablo} O-O 7. e5 Nfd7 8. exd6 exd6 9. Ne4 {der Vorteil von Weiß hat sich im Wesentlichen verflüchtigt} Nf6 10. Bg5 Bf5 11. Nxf6+ Bxf6 12. Bxf6 Qxf6 13. c3 Nd7 14. Qd2 Nb6 15. Rfe1 Rfe8 16. a3 Re7 17. Bf1 Rae8 18. Rxe7 Rxe7 19. Re1 Rxe1 20. Qxe1 Qe6 21. Qxe6 Bxe6 22. b4 f5 23. Nd2 Kf7 24. c4 d5 25. c5 Nc4 26. Nb1 Bc8 27. g3 g5 28. Kg2 Ke6 29. Kf3 b5 30. cxb6 {mit den ketztn Zügen hat sich der Tiger Schritt für Schritt ins Hintertreffen manövriert. Und jetzt wird es schon problematisch. Schlägt Weiß mit dem Bauern zurück, was der Diablo vorschlägt, und nicht mit dem Springer, bekommt Weiß langsam sogar noch Gewinnchancen} axb6 31. Bxc4?! {a4 hätte hier kommen müssen wenn man auf Gewinn spielen will} dxc4 32. Nc3 b5 33. a4? {ein ganz schwerer Fehler des Diablo! Schwarz steht nun auf Gewinn} bxa4 34. Nxa4 Kd6? {und jetzt ein unerklärlicher Fehler des Tigers. Kd5 gewinnt problemlos, der Textuig verdirbt ins Remis. Der Diablo hatte im Übrigen den richtigen Zug angezeigt} 35. Ke3 Ba6 36. f3 h5 {nun schlägt das Pendel wieder leicht Richtung Weiß. Schwarz kann sich noch halten, kann sich aber keine Fehler mehr leisten} 37. f4 g4 {nicht gut. Jetzt wird es gefährlich} 38. Kd2 Bb5 39. Nc3 Ba6 {alle sehen Weiß hier mit 0,75 vorne. Das ist kritisch ein falscher Zug kann für jede Seite alles verderben} 40. Nd1?! {der hats jetzt schon zum Remis verdorben. Ich hätte ihn aber auch gespielt. Es erscheint nur natürlich, Platz für den König zu machen} Kd5 41. Kc3 Ke4 42. Nb2 {ja klar, der schwarze König räumt jetzt am weißen Königsflügel auf und sichert so den Ausgleich} Kf3 43. Nxc4 Kg2 44. Ne3+ Kxh2 45. Nxf5 Bc8 {nun hat sich das Ganze gedreht und Weiß darf keinen Fehler mehr machen. Beide Spieler sehen plötzlich Schwarz mit deutlich mehr als einem Bauern vorne. Diablo vei Suchtiefe 13, ChessTiger bei Suchtiefe 17. Doch der Diablo spielt den besten Zug in der Stellung und hält die Sache} 46. Ne3 Kxg3 47. f5 Kf4 48. f6 Be6 49. b5 {das war der falsche Bauer, der vorzuziehen war, es könnte aber trotzdem noch zum Remis reichen} cxb5 50. d5 Ke5 51. dxe6 Kxe6 {ganz haarig hier für Weiß, mit dem Springer Freibauern auf beiden Flügeln aufzuhalten. Weiß muss extrem genau spielen. Einzig Kd2! hält. Das wird der Diablo nicht sehen, der hier schon -3 anzeigt} 52. Nd5? {das wars dann auch schon mit dem Diablo} g3! {natürlich. Das lässt sich der CherssTiger nicht entgehen} 53. Nf4+ Kf7 54. Kd4 b4 {Weiß ist mit der Verteidigung beider Flügel überfordert} 55. Ke3 h4 56. Kf3 b3 57. Nd3 Kxf6 58. Kg2 Kg5 59. Kf3 Kf5 60. Kg2 Kg4 61. Ne5+ Kf4 62. Nc4 h3+ 63. Kxh3 Kf3 64. Nd2+ Kf2 65. Ne4+ Ke3 66. Nxg3 b2 67. Nf1+ Kd3 {Matt in 14, aber das sehen die Beiden natürlich noch nicht} 68. Kg4 b1=Q {an dieser Stelle habe ich beim Diablo leider auf New Game gedrückt. Ich habe den Tiger dan gegen Stockfish demonstrieren lassen, dass er das Endspiel Dame gegen Springer beherrscht. Auch Stockfish konnte hier nichts mehr ausrichten} 69. Ng3 Qb4+ 70. Kg5 Kd4 71. Kf4 Qd6+ 72. Kg4 Qd7+ 73. Kf4 Qc7+ 74. Kg4 Qg7+ 75. Kf4 Qf7+ 76. Nf5+ Kd5 77. Kg4 Ke5 78. Nh4 Ke4 79. Kg3 Qb3+ 80. Kg2 Kf4 81. Ng6+ Ke3 82. Nh4 Qg8+ {hier erkennt der Tiger Matt in 7} 0-1 Die Erkenntnis: Hier war der Ausgang der Partie reiner Zufall. Für beide lagen die Anforderungen der Stellung jenseits des Horizontes. Sie haben sich aber beide wieder selbst bestätigt: Im Mittelspiel gut, im Endspiel schwach. Dies gilt für beide gleichermaßen. Der Diablo sel.1 hat sich jetzt aber leider aus der Spitzengruppe verabschiedet und liegt mit 3 aus 5 exakt auf Höhe der sel.7 Version im vorderen Mittelfeld. Also viel Lärm um nichts wieder mal? Wir werden sehen...
Nun wird es wieder spannend, denn es geht in den nächsten zwei Begegnungen um die Anwartschaft auf den Turniersieg. Zunächst spielt Polgar sel.1 gegen Genius Pro. Genius hat die etwas schnellere Hardware, Polgar wahrscheinlich das etwas bessere Programm. Ein Duell auf Augenhöhe.
Marcus Bernd
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Die vorletzte Partie der Runde hat bereits Brisanz für den Ausgang des Turniers. Wer gewinnt spielt um den Turniersieg mit, wer verliert ist aus dem Rennen. Und der Polgar fing schwach an. Zunächst ist er als erster aus dem Buch und dann spielt er auch noch schwach weiter. Der ChessGenius war hier schon mal Buch- und Eröffnungsgewinner. Doch keiner konnte sich in der Folge entscheidende Vorteil sichern und die Partie wogte innerhalb der Remisbreite hin und her. Im frühen Endspiel kam dann der Fehler vom Polgar und er stellte seinen Gegner innerhalb von zwei Zügen auf Gewinn. Doch Genius nimmt das Geschenk nicht an. Und ein paar Züge später das Gleiche: Polgar bietet seinen Verlust an, doch Genius lehnt ab. Und dann kommt die Phase, wo der Polgar einen minderwertigen Zug nach dem anderen spielt. So lange, bis seine Position hoffnungslos ist. Er ist nicht mehr zu retten. Aber dann plötzlich haben wir diese Stellung:
Der ChessGenius hat gerade völlig ahnungslos und mit einer Bewertung von +2,5 den Zug Te5-e1?? gespielt. Polgar hat nun die einmalige Chance, mittels Lb4+!! das Remis zu erzwingen. Schwarz muss den Läufer schlagen und Weiß kann dann mit dem Turm ewiges Schach geben. Denn wenn der weiße Turm geschlagen wird, haben wir ein Patt! Was für ein herrliches Motiv! Doch der Polgar sieht es nicht und spielt Lb2?? Danach ist die Partie rum. Polgar kommt an dieser Stelle bei sel.1 nur auf 9 Halbzüge Suchtiefe und erkennt das geniale Remis nicht. Mit sel.7 kommt er auf 11 Halbzüge, sieht es aber auch nicht. Auf sel.1, erkennt er das Remis bei Suchtiefe 11. Hierzu braucht er aber 21 Minuten.
1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 Nf6 4. O-O Nxe4 5. d4 Nd6 6. Bxc6 dxc6 7. dxe5 Nf5 8. Qxd8+ Kxd8 9. Nc3 h6 {diesen Zug hat der Polgar nicht mehr in seiner Bibliothek} 10. Bd2?! {ein eher schwacher Zug vom Polgar. Zunächst hätte der Turm Schach geben und damit ein Tempo gewinnen sollen. Der Genius muss jetzt auch rechnen} Be6 {ein natürlicher Entwicklungszug. Schwarz steht sogar ein kleines bisschen besser und hat ohne Zweifel das Buchduell gewonnen} 11. Rad1 {alle Beteiligten sind sich einig und sehen Schwarz ein kleines bisschen vorne} Ke8?! {der König hätte nach c8 gehört. Wir haben Ausgleich} 12. Rfe1 Bc5 13. Ne4 Bb6?! {nicht so gut. Der Läufer hätte nach e7 gehört. Weiß hat jetzt einen halben Bauern Vorteil, was beide aber nicht so sehen} 14. b3 Bd5 15. c4 {Lc1 wäre hier stärker gewesen. Da hätte Schwarz bereits Probleme bekommen. So kann er sie einfacher lösen} Bxe4 16. Rxe4 Rd8 {der Zug war jetzt schon erzwungen und es rächt sich, dass der König nicht am Damenflügel sondern in der Mitte steht. Schwarz droht mit b3b4 eingeschnürt zu werden} 17. e6 {leider zu früh} f6 18. Rde1 {nach diesem zug haben wir 0,00. Das Lang-Programm denkt aber merkwürdigerweise es sei mit 0,8 hinten. Polgar sieht richtigerweise eine weiße Null} h5 19. a4 Bc5 20. b4 Be7 21. Rf4 g6 22. b5?! {ein schlechter Zug, der Schwarz nach Td3 Vorteil überlässt. Doch der ChessGenius spielt} cxb5?! {und wir haben nach} 23. cxb5 {wieder Ausgleich} Rd5 24. Rfe4?! {zweitklassig} Bc5 25. Ba5?! {Polgar hat es jetzt geschafft, seinen Gegner innerhalb von nur zwei Zügen positionell auf Gewinn zu stellen} c6?! {und Genius schafft es, dass Geschenk abzulehnen, statt es mit b7b6 anzunehmen} 26. bxc6 bxc6 27. Rc4 Nd6 28. Rc2 Ke7 29. Bc3 Rb8 30. h3 g5 31. Kh2?! {huch, ein potentieller Verlustzug. Nach Tb3 stünde Schwarz jetzt fast auf Gewinn} Ne8?! {so gehts natürlich nicht} 32. Bb2?! {aber so auch nicht} Bb4 33. Re3 c5 34. h4 {Polgar macht einen schlechten Zug nach dem anderen und steht jetzt glatt auf Verlust. Nur sieht er es nicht. Genius auch nicht wirklich. Er denkt, er sei bloß einen halben Bauern vorne} g4 35. Ne1 Ng7?! {das gibt Vorsprung ab. c4 wäre hier das Beste gewesen} 36. Nd3 Nf5 37. Nxb4 Rxb4 38. Re1 Rxa4 39. Rec1 Ra5 40. Re2 {es ist wie so oft, wenn sich das Lang-Programm nicht mit unbotmäßigen Abwartezügen selbst stranguliert hat: irgendwann gewinnt es einen Bauern und setzt diesen dann irgendwie um} Ra6 41. Rec2 Rc6 42. Ba3 a5 43. g3?! {der Sargnagel} Kxe6 44. Bxc5 a4 45. Rc4 {estaunlicherweise ist der Polgar hier nur bei -0,9. Genius liegt mit 1,4 hier schon näher bei der Wahrheit. DIe steht laut Stockfish bei 2,8} Kd7 46. Ba3 Rxc4 47. Rxc4 Nd4 48. Kg2 Nf3 49. Rc1 f5 50. Ra1 Kc6 51. Rc1+ Kb6 52. Be7 Kb5 53. Rb1+ Ka5 54. Rc1 Re5 55. Ba3 Re1?? {oh mein Gott, was für ein Fehler!!! Genius spielt diesen Zug mit einer Bewertung von +2,25. Aber Polgar kann jetzt mit Lb4+ nebst Turmdauerschach das Remis erzwingen, weil der weiße König patt ist wenn Schwarz die Figuren von Weiß schlägt} 56. Bb2?? {und Polgar sieht es nicht, weil sel.1 nur auf 9 Halbzüge Suchtiefe kommt. Sel.7 kommt hier auf 11 Halbzüge und findet das Remis auch nicht!.Sel.1 sieht das aber bei 11 Halbzügen. Was für ein Drama!} Rxc1 57. Bxc1 Kb4 {jetzt ist es vorbei. Wir können für Schwarz aufgeben} 0-1
Fazit: Keine Glanzpartie, aber ChessGenius hat etwas glücklich, jedoch verdient gewonnen und spielt hier tatsächlich um den Turniersieg mit. Daneben haben wir nachgewiesen, dass sel.1 bei gleicher Suchtiefe genauer rechnet als sel.7 und den Schlüsselzug findet, hierzu aber zu lange braucht.
Nun die Spitzenbegegnung der fünften Runde CTbattle 1.44+ - gegen Fritz 3. Der CT ist der Einzige, der den Durchmarsch von Fritz mit bisher vier Punkten aus vier Partien noch stoppen kann. Mit Weiß dürfte er sogar eine reelle Chance haben. Ich bin super gespannt.
Marcus Bernd
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Mephisto Rebell 5.0 + MM V + Milano + Milano Pro, Fidelity Excellence 6080b + Kishon Chesster, Novag Zircon II + Obsidian + Sapphire II + Super Constellation
Der Lb4-Zug ist wirklich eindrucksvoll. Keine komplizierte Kombi, aber trotzdem irgendwie genial. Ich selbst wäre ws. nicht darauf gekommen. Dass sich so eine Stellung aus einer realen Partie ergibt, dürfte aber eher selten sein. ☺️
Ja, Knacker, so etwas hat man selten aber doch alle Jahre immer wieder mal :-)
VG
Marcus Bernd
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Wow, was für eine Partie! Der CT hat uns allen einen Gefallen getan und das Turnier wieder völlig offengehalten, indem er Fritz regelrecht an die Wand gespielt hat. Die Buchvorstellung war äußerst kurz. Nach 4 Zügen waren beide schon auf sich alleine gestellt und im 6. Zug machte Fritz fast schon den entscheidenden positionellen Fehler, der es dem CT erlaubte, einen Bauern für die Entwicklung ins Geschäft zu stecken. Dies macht er als Weißer sehr gerne, weshalb er für jeden Gegner so brandgefährlich ist. Fritz war völlig ahnungslos. Und jetzt das Verrückte: Der CT rochiert lang und startet dann einen Bauernsturm am Damenflügel unter Entblößung des eigenen Königs. Und was macht Fritz? Der rochiert mitten in den Bauernsturm hinein. CT riss seine Stellung auf und Fritz konnte nicht mehr alle Löcher verteidigen. Und dann demonstrierte der CT lehrbuchartig, wie man mit dem Läuferpaar den Gegner immer weiter in die Enge treibt bis gar nichts mehr geht. Eine Meisterleistung und wohl die beste Partie des Turniers.
Die Erkenntnis hier: Der CT hat nicht nur mehr Schachwissen als Fritz, er rechnet auch noch tiefer. Ganz eklatant war die Bewertungsunterlegenheit von Fritz. Der zählt nur die Klötzchen zusammen, während der CT, zumindest hier, auch das langfristige dynamische Potential einer Stellung erkennt und dementsprechend in der Lage ist, positionelle Opfer zu spielen. In anderen Partien mag das wieder anders aussehen, in dieser war jedoch für Fritz kein Kraut gewachsen um den CT in Schach zu halten, dessen Umgang mit dem Läuferpaar bravourös ist. In diesem Punkt ist er allen anderen Programmen weit voraus . Damit bleibt das Turnier maximal spannend, denn es können noch zehn Programme Turniersieger werden.
Es folgt in Kürze der Tabellenstand nach der fünften Runde.
Marcus Bernd
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Vielen Dank für den Hinweis, hier ist die ausführlich kommentierte Partie: [Event "Kaufbeuren 2024 reloaded"] [TimeControl "3h"] [Date "2025.07.11"] [Round "5"] [White "CTbattle 1.44+ (M4-240)"] [Black "*Fritz 3 (80486-66)"] [Result "1-0"] [ECO "B11"] [Opening "Caro-Kann"] [Variation "Zweispringer-Variante, 3...Bg4"] [PlyCount "187"]
1. e4 c6 2. Nc3 d5 3. Nf3 Bg4 4. d4 {und hier ist Fritz schon aus dem Buch} dxe4 {und jetzt ist auch der CT aus dem Buch. Auf in die Schlacht!} 5. Nxe4 {der CT sieht sich hier mit 0,7 vorne. Das ist natürlich Quatsch. Weiß hat seinen Anzugsvorteil, mehr aber auch nicht. Das Buchduell endet unentschieden} Bxf3? {hier macht Fritz seinen ersten positionellen Fehler und Weiß ist tatsächlicch schon fast im Gewinnbereich. Der CT bewertet hier schon mit +1,2 für sich und liegt damit auf einer Linie mit Stockfish} 6. Qxf3 {Schwarz darf jetzt den Bauern nicht schlagen, da er dann nach Le3, Dxb2, Lc4 schon in Schwulitäten kommt} Qxd4?! {Fritz riskiert es und der CT spielt tatsächlich falsch weiter} 7. c3 {interessant die Bewertungen: CT sieht sich einen Bauern vorne, Fritz sieht sich einen halben Bauern vorne und Stockfish sieht Weiß einen halben Bauern vorne} Qd5 8. Be3 Nd7 {Fritz sieht sich jetzt sogar mit 0,75 vorne. Wenn der CT wie von Fritz erwartet c3c4 spielt wäre das sogar fast richtig} 9. c4?! {nicht gut. Hier wäre Td1 stark gewesen. Der Bauer auf a2 ist ncht spielentscheidend, sondern der gewaltige Entwicklungsvorsprung von Weiß. Jetzt ist die Kompensation für den Bauern dahin und das Pendel neigt sich dem Schwarzen zu} Qa5+ 10. Bd2 {der CT kommt bei jedem Zug nominell zwischen zwei und vier Halbzüge tiefer als Fritz. Bedeuten tut das nix} Qb6 {Dc7 wäre besser gewesen. Weiß hat jetzt wieder den Anzugsvorteil und damit wieder Kompensation für den Bauern} 11. O-O-O {das ist mutig und von Fritz erwartet, aber kein Fehler} Ngf6 12. Nxf6+ gxf6 13. a4? {ja was macht der Spinner denn da? Er startet einen Bauernsturm am Damenflügel und entblößt seinen König. Das wird kaum gut gehen können} O-O-O? {Fritz hat auch noch damit gerechnet und rochiert a tempo in den Angriff hinein.Das gibt es doch alles gar nicht!} 14. a5!? {konsequent. Weiß hat jetzt Ausgleich und Schwarz muss tatsächlich schon aufpassen} Qc5?! {und schon der Fehler. Die Damme hätte nach c7 gehört. Jetzt bekommt Weieiß Angriff} 15. a6?! {warum nicht das offensichtliche und viel stärkere b4?} Ne5?! {auch ungenau. Fritz sieht sich wieder mit einem Bauern vorn. Totaler Humbug. Weiß gibt den Ton an} 16. Be3 Rxd1+ 17. Qxd1 Qa5 18. axb7+ Kxb7 19. Be2 {Weiß hat das Läuferpaar und steht fast einen halben Bauern besser. Der Minusbauer ist damit überkompensiert. Allein Fritz will das nicht wahr haben} Qa2?! {was will Fritz mit der Dame hier? Damit ist seine Stellung schon auf der Kippe. Fritz erwartet das harmlose f2f4, das zu nichts führt. CT spielt aber das richtige} 20. Kc2 {und kann jetzt auf Gewinn spielen} Bg7?! {einzig e7e6 hätte die Stellung vielleicht noch halten können. CT sieht sich jetzt bei 0,6, Stockfish schon bei 1,7. Wiewohl Fritz immer noch von einem deutlichen Vorteil für sich träumt} 21. Qd4 f5 22. Rd1 {das ursprünglich vom CT und auch von Fritz favorisierte f4 war wohl stärker. Nichtsdestotrotz ist die Lage von Schwarz prekär denn es drohen laufend Fehltritte} e6? {und da ist es auch schon passiert. Jetzt bricht das schwarze Kartenhaus zusammen} 23. Qc3! {im Gegensatz zu Fritz sieht der CT hier relativ schnell den mit Abstand stärksten Zug der Stellung} Rg8 24. Bd4 {Fritz kommt hier auf eine Suchtiefe von nur 10, der CT auf sagenhadte 15. Das hängt damit zusammen, dass sich der CT in dieser Gewinnstellung auf das Wesentliche konzentriert und ganz viel wegschneidet. Jedenfalls hat Fritz jetzt erstmals erkannt, dass er schlechter steht. Etwas, was der CT schon seit dem ersten Zug wusste} Qa4+ 25. Kb1 f6 {der CT kann hier fast spielen was er will, es führt alles zum Erfolg} 26. Bc5 Kc8 27. Qd4 f4 28. Qxf4 {das war nicht der stärkste Zug aber es reicht immer noch dicke. Die Bewertungen für Weiß: Fritz 1, CT 2, Stockfish 3} Qb3 29. g3 {was der CT mit diesem ZUg beabsichtigt, weiß ich beim besten Willen nicht. Laut Stockfish ist er aber wesentlich besser als das eigentlich vom CT geplante Lxa7. Na sowas!} f5 30. Rd2 Nf7 31. Bd1 Qb7 32. Qe3 {die schwarze Stellung ist löchrig wie ein Schweizer Käse} e5 33. Bxa7?! {deutlich schwächer als Df3. Weiß macht sich das Leben unnötig schwer} Rd8 34. Rxd8+ Nxd8 35. Bb6 Ne6 36. c5?! {der CT hatte vorher schon immer wieder nur zweitklassige Züge gespielt und damit seine Gewinnstellung strapaziert. Mit diesem Zug ist er drauf und dran ins Remis zu vergeben} h6?! {so nicht} 37. Qb3 {stark!} Qd7?! {und plötzlich steht der CT laut Stockfish mit 5,5 besser da denn je. Fritz bewertet sich nicht mal mit -1 und sieht gar nichts} 38. Be2 Qe7 39. Qa3?! {warum nicht das doppelt so starke Da4?} Kb8 40. Ba6 Nd4 41. Qb4 Ka8 {CT ist hier bei 16 Halbzügen, Fritz nur bei 11} 42. Bd8 Qa7 43. Qc4 {Fritz schlägt hier das viel bessere und einfachere Db6 vor} Qd7 44. Qg8 Qd5 45. Qxd5 cxd5 46. Bc8 Kb8 47. Bd7 Kb7 48. Be7 f4?! {Fehler} 49. Bd6 fxg3 50. hxg3 Nc6 51. Be6 Nb4 52. c6+ Nxc6 53. Bxd5 Kb6 54. Kc2 Kb5 55. Be4 Na7 56. b4 Nc6 57. Kc3 Nd4 58. Be7 {Stockfish 4,5, CT 3,3, Fritz -2} Nf3? {Fritz forciert den Abtausch in ein ganz leicht für Weiß gewonnenes Endspiel} 59. Bc5? {und der CT lehnt das ab. Das gibts doch gar nicht!} Nd4 60. Bd3+ Kc6 61. Kc4 Ne6 62. b5+ Kc7 63. b6+ Kb8 64. Be3 Ng5 65. Kd5 Kb7 66. Bb5 Nf7 67. Bc6+ Kb8 68. Bc5 Nd8 69. Be7 Nb7 70. Kc4 Kc8 71. Bb4 Bf6 72. Be4 Nd8 73. Kb5 Kd7 74. b7 Nxb7 75. Bxb7 h5 76. Bd5 h4 77. gxh4 Bxh4 78. Bc5 Be7 79. Bxe7 Kxe7 80. Be4 Kd6 81. Kc4 Ke6 82. Kc5 Kf7 83. Kd5 Kf6 {unglaublich. Plötzlich ist Fritz auf Suchtiefe 18 und CT nur noch auf 11. Und Fritz bei -13 und CT "nur" bei 8} 84. Kd6 Kf7 85. Kxe5 Ke8 86. Kf6 Kd7 87. f4 Kd6 {mittlerweile ist es nur noch Matt in 11 und so langsam könnte jemand was sehen} 88. Bf5 {was ist das denn für ein Schwachsinn?} Kd5 89. Ke7 Kd4 90. Kd6 Ke3 {wow, hier sieht Firtz be ieiner Suhtiefe von 17 als erster das Matt in 11, Chapeau!} 91. Ke5 {der CT spielt zwar richtig weiter, aber er sieht bei einer Suchtiefe von 14 das Matt noch nicht} Kf3 92. Be4+ Ke2 93. f5 Ke3 {beide kommen hier auf eine Suchtiefe von 12. Fritz sieht dann das Matt in Sekunden, der CT auch nach MInuten nicht} 94. f6 {jetzt endlich sieht auch der CT das Matt in 7} 1-0
Im Endspiel rechnete Fritz übrigens fast doppelt so tief wie der CT und sag das Matt enorme 8 Halbzüge eher!
-------------------------------------------------------------- "Es ist keine Schande zu verlieren. Aber es ist eine Schande nicht gekämpft zu haben". (Bernd Kästner 30.10.1940 - 25.10.2023)
Nachfolgend die Tabelle, wie es nach fünf gespielten Runden aussieht.
1. bis 3.: Fritz 3, Genius Pro, CTbattle 1,44+, je 4 Punkte Dies sind die bis jetzt überragenden Programme des Turniers mit jeweils nur einer Niederlage, aber vier Siegen. Von der schachlichen Qualität haben sie sich doch recht deutlich von den anderen abgesetzt und kaum Schwächen gezeigt.
4. bis 6.: Montreux solide,, PalmTiger 2010, CTbattle 1.45, je 3,5 Punkte Nur einen halben Punkt hinter der Spitzengruppe lauert das Verfolgerfeld mit allen Chancen. Bemerkenswert der Montreux solide, der bisher als einziges Programm des ganzen Feldes noch ohne Niederlage ist.
7. bis 11.: Polgar sel.1, Diablo sel.1, Diablo sel.7, V11, Vancouver, je 4 Punkte Diese Programme sitzen in Lauerstellung, einen Punkt hinter der Spitze und haben in den letzten beiden Runden noch die Chance, sich den Turniersieg zu holen. Allerdings geht das nicht mehr aus eigener Kraft, sondern nur noch mit Schützenhilfe und etwas Glück. Erstaunlich ist, dass der Diablo mit zwei völlig verschiedenen Einstellungen hier im Konzert der Großen eine deutliche Geige mitspielt.
12. bis 15.: Polgar, London, Gideon 3.1, Montreux ohne Buch, je 2,5 Punkte Das vordere Mittelfeld, das mit dem Ausgang des Turniers nichts mehr zu tun hat. Hier geht es nur noch darum so gut wie möglich abzuschneiden. Diese Programme haben uns bisher Hausmannskost serviert ohne zu glänzen.
16. bis 26.: Sparc battle, Star Sapphire, KIng 2.61, Forte C sel.1, Sparc, Polgar sel.7, Magellan, Forte C, Berlin, Short, Diablo, je 2 Punkte Das sehr große hintere Mittelfeld. Bei diesen Programmen geht es nur noch darum, sich irgendwie noch achtbar aus der Äffäre zu ziehen und sich nicht zu blamieren. Blamierungskandidaten Nummer eins wären Sparc, King, Forte und ganz besonders der Diablo, die alle auf Top-Hardware unterwegs sind. Bei Berlin, Short und dem Star Sapphire ist das Blamierungspotenzial gering, da sie hier deutlich untermotorisiert und deshalb einfach benachteiligt sind.
27. und 28.: Forte C sel.7, Sphinx 40 agg., je 1,5 Beide Programme spielen enttäuschend fehlerhaft, stehend aber eigentlich auch da, wo sie hingehören. Besser sind sie nicht.
Platz 29.: Saitek D++, 1 Punkt Die Enttäuschung des Turniers schlechthin. Trotz guter Hardware hat es der D++ nicht geschafft, auch nur einen Sieg nach Hause zu bringen. Und dabei hat er noch nicht einmal gegen auch nur einen Gegner der oberen Turnierhälfte gespielt. Alles nur zweitklassige Gegner, gegen die er sang- und klanglos mit bedrückend schlechtem Spiel eingegangen ist. Dieses Programm sollte man in derartigen Turnieren nicht mehr mitspielen lassen, es profitiert von der hohen Geschwindigkeit viel zu wenig.
Platz 30.: Sphinx 40, 0,5 Punkte Trotz der zweitschnellsten Hardware des Turniers ist der Sphinx letzter. Das kommt nicht ganz unüberraschend, ist doch das Grundprogramm von seinen Fähigkeiten weit hinter den Anderen angesiedelt. Er verdirbt halt meist früher als später seine Stellung und ruiniert damit die wenigen guten Ansätze, die es hat. Immerhin hat es ein Remis gegen den Montreux ohne Buch zu Stande gebracht.
Weiter geht es in Kürze mit den Paarungen von Runde 6.
Marcus Bernd
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