Gleich nur kurz, was ich mangels Erfahrung nicht auf die Reihe kriege, auch nach Aufruf deiner Links nicht. Dienen die Hash tables v.a. den Endspieldatenbanken? Oder sind das zwei Sachen, die nur zufällig gleichzeitig aufkamen, mehr so wie "nicht jeder Hund ist ein Dackel, aber jeder Dackel ist ein Hund", also sind schon auch Endspiele in den Hash tables drin, aber die Hash tables enthalten noch viel mehr ganz andere Dinge?
Andererseits haben die Endspieldatenbanken ja Terabyte an Daten, das wird in den 80ern/90ern noch nicht so drin gewesen sein (und auch heute nicht) in Brettcomputern.
Ich spiele auch lieber Eröffnungen und Mittelspiel, und bei Anfängern ist ja im Endspiel (wenn es dazu überhaupt kommt), sowieso die Partie schon sehr ungleich meistens. Daher bin ich da in der Tat auch beim MM IV und MM V schon zuversichtlich :) und im Grunde gehen meine Fragen schon weit übers Ziel hinaus, aber es ist eben auch ganz generell interessant.
Man hat einfach heute nicht mehr so viele Quellen zugänglich (falls es überhaupt je welche gab), und ich fand einfach die Test-Aussage irgendwie als Laie nicht nachvollziehbar, wie ein MM V besser sein kann als ein MM IV , aber im Endspiel so viel schlechter. Und das liest man in Foren ja auch immer wieder genau so. Dabei dürfte auch ein MM IV doch generell die gleichen Probleme haben wie ein MM V und Polgar (und auch Roma II). Wenn es da nur minimale Unterschiede gibt, weil eben alle aus der gleichen Zeit stammen und noch ohne Hash tables, dann fühle ich irgendwie mit dem MM V ein bisschen mit :).
Gerne lese ich auch bei deinem anderen Thema mit! Peter
Zitat von diogenes im Beitrag #16Dienen die Hash tables v.a. den Endspieldatenbanken?
das hat nichts miteinander zu tun. Die Hashtables liegen im RAM (also im flüchtigen Speicher), und es werden dort vereinfacht ausgedrückt die Ergebnisse der vorher berechneten Stellungen abgelegt. Falls man im Suchbaum wieder darauf trifft, kann man sie einfach abrufen, statt neu zu rechnen. Und die Wahrscheinlichkeit dafür ist in Endspielen halt viel größer.
Es ist also eine reine Rechengeschichte - es steckt keinerlei Schachwissen in Hashtables; als flüchtiger Speicher sind sie ja auch nach dem Einschalten immer leer.
Und Endspieldatenbanken sind auch nochmal was anderes. Sie enthalten für jede Stellung einen besten Zug und die Distanz zum Matt (oder Übergang ins nächstkleinere Endspiel, je nach Typ der Datenbank). Die meines Wissens einzige Endspieldatenbank, die jemals in Schachcomputer integriert wurde, ist das EGR (EndgameROM) von Saitek, das in die 8Bit-Kaplan-Geräte (Maestro/Analyst, aber auch Simultano, Turbo King, Corona...) eingesetzt werden konnte. Wegen der im Vergleich zu heutigen Datenbanken extremen Größenbeschränkung hat dort nur König+Bauer gegen König sowie König+Bauer gegen König+Bauer bei sich gegenseitig blockierenden Bauern hineingepaßt, so daß der praktische Nutzen recht überschaubar war.
Hallo Dirk, ok das hab ich mir jetzt erstmal alles abgespeichert :). Es geht uns ja (und auch ursprünglich in diesem Thema) darum, dass wir einen einfachen Einstieg in das ganze Thema haben. Natürlich spielen wir auch ganz normal Schach, aber die Funktionen des MM IV oder V sind einfach genau die richtige Mitte aus leicht zu verstehen und trotzdem schon technisch interessant.
Und da wir ja eher einen einfachen Gegner suchen, dürfte für uns das Endspiel dann auch nicht so sehr abfallen.
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