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Millenium M811 Netzteil, bzw. dazu passende Millenium Schachcomputer (M812 u.a.): Welche Polarität hat der Klinkenanschluss?
Moin allerseits, ein Freund von mir hat als Ersatz für seinen alten Saitek President, dessen Tasten wieder mal nicht funktionierten, etwas verfrüht einen neuen Millenium ChessGenius Pro M812 gekauft. Er wird ohne Netzteil geliefert. Da er seinen President über ein einstellbares Universalnetzteil mit polwechselbarem Klinkenstecker (passend auch zum Millenium) betrieben hat, hat er auf den Erwerb des Millenium Netzteils verzichtet.
Das Universalnetzteil liefert zwar keine 5V DC, aber die einstellbaren 4,5V bei mehr als 600mA sollten auch reichen. Dumm nur, dass auf dem Computer neben der Anschlussbuchse kein Hinweis auf die Polarität zu finden ist. Ist Plus(+) nun innen/zentral oder außen? Da ich nicht sicher bin, ob das neue Gerät einen Verpolungsschutz hat wie der alte Saitek, wollte ich es nicht einfach ausprobieren. Kennt jemand die Polarität oder kann mir sicher sagen, dass man es beim Millemium 812 risikolos ausprobieren kann?
Es ist zwar keine Frage einen historischen Schachcomputer betreffend, aber vielleicht gibt es hier ja Experten auch für aktuelle Modelle.
Den alten President habe ich erstmal mitgenommen. Das Einsteckmodul aufgeschraubt und die Gummitasten und die Kontakte auf der Platine mit isopropanol gereinigt. Zusammengeschraubt und alle Tasten gehen wieder. Das habe ich für meinen Kumpel vor Jahren schon mal gemacht. Das Gerät ist noch völlig in Ordnung. Was jetzt damit passiert, weiß ich noch nicht. Ob er ihn wiederhaben will, ist unklar.
Ich selber habe in den 80ern meine Erfahrungen mit Schachcomputern gemacht. (Mark II, Mark III, Mephisto u.a.) Leider habe ich keine alten Geräte mehr aufgehoben oder finde sie nicht wieder... 1980 war ich einer der Operatoren bei dem Turnier in Bad Kissingen von drei GMs (u.a. Unzicker, gegen den meine Maschine spielte) und Weltmeister Karpov gegen je 25 Computer simultan. Das Turnier ging damals 100:0 für den Menschen aus. Allerdings gab es eine Beinahe-Sensation, weil ausgerechnet Karpov in einer Partie schon auf Verlust stand. Nur mit Kenntnis der Spielweise von Computern konnte sich der WM retten, indem er die Maschine attackierte. Der Computer rettete den angegriffenen Turm - und "übersah" das Matt im folgenden Zug. Da ich als Neuling noch keine Links posten darf, hier nur die URL zum Turnier und der Partie: schach-computer.info/wiki/index.php?title=Chess_Champion_Super_System_MK_III Über die Partie und das Turnier wurde später auch im STERN berichtet.
Heute spiele ich mehr gegen Menschen im Betriebs-Schach oder im Klub. Aber seit Corona bin ich auch auf lichess aktiv.
Jetzt wo ich als Rentner mehr Zeit habe, werde ich mal öfter ins Forum schauen und auch nach meinen alten Geräten suchen... Ich melde mich wieder. Grüße an alle im Forum, die dieses nette Hobby haben und Technikgeschichte ehren!
In folgender Reihenfolge: CTgambit, Sargon 4.0 ARB (2 bis 130 MHz), Petrosjan (68000-32), Princhess-Abkömmlige von Ulf Rathsmann
Hallo Peter,
der Millennium hat die gleiche Polung wie die üblichen Netzteile, das heißt plus innen. Er ist aber extrem empfindlich gegen zu hohe (Leerlauf)Spannung. Mir sind deshalb schon zwei abgeraucht. ich betreibe ihn deshalb nur noch mit Batterien. Damit hält er ja auch ziemlich lang.
vielen Dank für Deine Antwort. Meine Vermutung war das auch, aber ich wollte kein Risko eingehen.
Das Netzteil Hama-netzteil.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) "46601 hama Universal-Netzgerät "Electronic 01" Universal AC/DC-adapter MK ii, Model 9825LV, AC 100-240V 50/60Hz 180mA, Output DC 3-12V max 1.5A(9VA)" mit CE, GS und Dekra-Prüfsiegel hat jahrelang bei meinem Freund den Saitek Kasparov President problemlos mit Power versorgt.
Auf 4.5V eingestellt liefert es genau 4.84V (auch beim Einstecken in die Steckdose nicht mehr). Es sollte also für den Millenium (5V) passen und auch im Dauerbetrieb keine Probleme verursachen. Was meinst Du mit "(Leerlauf)Spannung" genau? Natürlich sollte man zuerst das Netzteil einstecken und verbinden, bevor man den Computer einschaltet.
Was ist bei Dir "ziemlich lange"? Kannst Du die Betriebs-Stunden schätzen? Was bringt hierbei der ECO-Mode? Man könnte ja auch mal probieren, ob die 3.6V aus wiederaufladbaren Akkus ausreichen oder ist das bei dem geringen Stromverbrauch wenig sinnvoll?
Übrigens hab ich bei meiner (bislang noch eher oberflächlichen) Suche nach meinen alten Schachcomputern noch zwei alte Bücher gefunden. H.C. Opfermann, "Spielen mit dem Schachcomputer" von 1983 (So grottenschlecht, dass es schon wieder lustig wird.) und Ralph Roeske (Gründer des Roeske-Verlags) "Das Schach-Computer Buch" von 1979 (eigentlich nur eine Art gedrucktes Eröffnungsbuch für den Computer inclusive Begründung und Anleitung) Buch.JPG - Bild entfernt (keine Rechte) Aus dem Umschlagtext: "Durch das im Buch verwendete Adressensystem ist Schachspielen direkt gegen Schach-Computer-Buch plus Schachcomputer möglich! 1200 Eröffnungsvarianten und zahlreiche Stellungsbilder führen zu Tausenden von interessanten Partien, in denen die, durch mangelnde Rechenzeit und Verzicht auf teuren Speicherplatz begründete, verständliche Eröffnungsschwäche eines Schachcomputers behoben wird."
Vielleicht interessiert sich hier ja jemand dafür. Jedenfalls sind beide Bücher im Netz nicht zu finden.
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